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Rüsselspringer

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Die Rüsselspringer sind eine Familie der Säugetiere. Früher wurden sie der Ordnung der Insektenfresser zugeordnet, heute stellt man sie in eine eigene Ordnung (Macroscelidea) innerhalb der Afrotheria, einer Überordnung der Säugetiere, die ihren Ursprung in Afrika hat. Die Familie umfasst 15 Arten in vier Gattungen.


Inhaltsverzeichnis


1 Verbreitung

2 Beschreibung

3 Lebensweise

4 Ernährung

5 Fortpflanzung

6 Gefährdung

7 Gattungen und Arten

  7.1 Elefantenspitzmäuse

  7.2 Kurzohrrüsselspringer

  7.3 Rüsselratten

  7.4 Rüsselhündchen

8 Weblinks


Verbreitung

Rüsselspringer leben vorwiegend im östlichen und südlichen Afrika, eine Art kommt auch im Nordwesten des Kontinents vor.


Beschreibung

Rüsselspringer haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Spitzmäusen, sind aber größer. Sie besitzen große, runde Augen, eine spitze, rüsselartige Schnauze und relativ lange Beine, wobei die Hinterbeine länger als die Vorderbeine sind. Die langen Hinterbeine sind für eine hüpfende Fortbewegungsweise ausgerichtet. Mit dem Sekret einer Drüse am Schwanz markieren sie ihr Territorium. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 10 bis 31 cm, dazu kommt der 8 bis 25 cm lange Schwanz. Ihr Fell ist teilweise leuchtend gefärbt.


Lebensweise

Rüsselspringer sind Bodenbewohner, die eine Vielzahl von Lebensräumen von Halbwüsten bis zu Wäldern bewohnen. Sie sind meist tagaktiv, bei zu großer Hitze oder starker Verfolgung durch Räuber sind sie hingegen nur in der Nacht zu sehen. Als Verstecke suchen sie sich Bodennischen, Felsspalten, hohle Bäume, Termitenhügel oder auch verlassene Nagerbaue, da sie selbst nicht sehr gut graben können. Außer einigen Arten der Elefantenspitzmäuse, die in kleinen Gruppen leben, leben sie in Paaren zusammen.


Ähnlich den Kängurus kennen sie zwei Fortbewegungsarten, die langsamere auf allen Vieren und die schnelle, bei der sie beispielsweise auf der Flucht nur mit den Hinterbeinen weite Sätze machen; dazu legen sie auch Schneisen durch das Unterholz an.


Ernährung

Rüsselspringer sind größtenteils Insektenfresser, sie ernähren sich vorwiegend von Ameisen, Termiten und Käfern. Manchmal nehmen sie auch Früchte, Samen und anderes pflanzliches Material zu sich.


Fortpflanzung

Nach rund zweimonatiger Tragzeit kommen ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Die Jungen sind relativ groß und gut entwickelt, sie sind Nestflüchter und können bereits kurz nach der Geburt laufen. Die Stillzeit ist kurz und schon nach fünf bis sechs Wochen sind sie geschlechtsreif.


Gefährdung

Die Vernichtung ihres Lebensraumes stellt die größte Bedrohung der Rüsselspringer dar, drei der 15 Arten gelten laut IUCN als bedroht.


Gattungen und Arten

Elefantenspitzmäuse

Die Gattung der Elefantenspitzmäuse (Elephantulus) ist mit zehn Arten die artenreichste Gattung der Rüsselspringer. Sie kommen fast im gesamten östlichen und südlichen Afrika vor, eine Art, die Nordafrikanische Elefantenspitzmaus (E. rozeti) lebt im nordwestlichen Afrika von Marokko bis Libyen. Elefantenspitzmäuse sind die kleinsten Rüsselspringer. Sie bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von Halbwüsten über Steppen bis zu Savannen, fehlen jedoch in dichtbewaldeten Gebieten.


Abbildung Rote Elefantenspitzmaus E. rufescens


Abbildung Klippen-Elefantenspitzmaus E. rupestris


Kurzohrrüsselspringer

Der Kurzohrrüsselspringer (Macroscelides proboscideus) lebt in Namibia, Botswana und dem westlichen Südafrika. Es ist ein Bewohner von sandigen und trockenen Regionen. Wie der Name schon andeutet, zeichnen sie sich durch die relativ kurzen Ohren ab.


Abbildung Kurzohrrüsselspringer


Rüsselratten

Die Rüsselratte (Petrodromus tetradactylus) ist eine eher große Art, die im südlichen Afrika von der Demokratischen Republik Kongo und Kenia bis ins nördliche Südafrika vorkommt. Sie bevorzugt Wälder als Lebensraum.


Abbildung Rüsselratte


Rüsselhündchen

Die drei Arten der Rüsselhündchen (Rhynchocyon) werden manchmal als eigene Unterfamilie (Rhynchocyoninae) den anderen Arten gegenübergestellt. Sie sind die größten Rüsselspringer und unterscheiden sich von den anderen Arten im Aufbau der Zähne und Zehen. Sie kommen vorwiegend im östlichen Afrika (Kenia, Tansania, Sambia, Malawi, Mosambik) vor.


Abbildung Goldenes Rüsselhündchen R. chrysopygus


Abbildung Rotschulterrüsselhündchen R. petersi


Weblinks



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