Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in den Niederlanden und besitzt verkehrstechnisch große Bedeutung. Rotterdam hat den größten Seehafen der Welt, der im Jahr 2003 einen Güterumschlag von 328 Mio. Tonnen hatte und zu dem u.a. auch Europoort gehört.
Durch den Hafen wurde Rotterdam auch wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, wozu auch der Rangierbahnhof Kijfhoek zwischen den Nachbarorten Barendrecht und Zwijndrecht gehört.
Seit 1968 besitzt Rotterdam eine U-Bahn. Rotterdam ist neben Amsterdam und Den Haag eines der kulturellen Zentren der Niederlanden. Rotterdam verfügt über eine Universität, mehrere Fachhochschulen, eine Musikhochschule und eine Kunstakademie.
Die Bevölkerung Rotterdams ist sehr gemischt. Offiziell ist nur etwas mehr als die Hälfte der Bewohner autochthon. Die grössten allochthonen Bevölkerungsgruppen sind Einwanderer aus den ehemaligen niederländischen Kolonien (vor allem aus Suriname und den Niederländischen Antillen) sowie Gastarbeiter aus der Türkei, Marokko und den Kapverden (Zahlen vom Januar 2004: Gesamtbevölkerung: 599.859, Autochthone 318.672, Surinamesen 52.377, Türken 43.550, Marokkaner 34.281, Antillianer/Arubaner 20.390, europäische Mittelmeer-Anrainerstaaten 18.127, Kapverdier 14.919, übrige Allochthone 97.543). Etwa 6.000 Rotterdamer sind Deutsche oder deutscher Abstammung. Viele von ihnen kamen entweder als Gastarbeiter (nach dem 2. Weltkrieg und in den 90er Jahren, als in den Niederlanden viele Arbeitskräfte gesucht wurden) oder als Studenten, um an einer der Rotterdamer Hochschulen zu studieren.
Geographie
Rotterdam liegt im Westen der Niederlande in der Provinz Südholland an der Mündung von Maas und Rhein in die Nordsee und gehört zum Ballungsraum Randstad.
Geschichte
1230 gegründet, entwickelte sich die Stadt ab 1340 mit dem Erhalt der Stadtrechte zu einer reichen Handelsstadt.
1866 wurde der Vorhafen Hoek van Holland angelegt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Rotterdam durch deutsches Flächenbombardement und darauf folgende Brände schwer zerstört und danach modern wieder aufgebaut.
1985 ist der Hafenbetrieb weitgehend auf Gebiete am Nieuwe Waterweg und an der Maasvlakte vor Rotterdam ausgelagert. Für die zentrumsnahen Hafengebiete werden neue Konzepte zur Integration ins Stadtbild gesucht (vgl. Sehenswürdigkeiten: Kop van Zuid)
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