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Rosenkranz

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Der Rosenkranz ist eine Perlenschnur, die als Zählkette für das vielgliedrige Rosenkranzgebet dient; auch dieses Gebet selbst wird "Rosenkranz" genannt.


Inhaltsverzeichnis


1 Anfängliche Bedeutung der Wortes

2 Die Gebetsschnur

3 Gebetsgliederung

4 Kirche und Rosenkranz

5 Literatur

6 Weblinks


Anfängliche Bedeutung der Wortes

Unter Rosenkranz verstand man zuerst im wörtlichen Sinne ein Blumengebinde aus Rosen zum Schmücken der Marienstatuen bei der Marienverehrung in der Katholischen Kirche.


Die Gebetsschnur

Die Glieder des Rosenkranzes sollen früher aus Rosenhagebutten bestanden haben. Der Begriff übertrug sich dann auf eine Schnur mit Kugeln oder Perlen als Hilfsmittel beim Zählen der Gebete. Der Ursprung dieser Gebetsweise mag aus dem Orient stammen, wo Einsiedler und Mönche sich sehr früh kleiner Steinchen und dergleichen bedienten, um ihre Gebete, die meist in einer mehrmaligen Wiederholung der Psalmen bestanden, zu zählen. Statt der Psalmen betete man später eine Anzahl von Vaterunsern und Ave Marias. Die Rosenkranzandacht in der jetzigen Form rührt der Legende nach vom heiligen Dominikus her, einem spanischen Theologen welcher sie um 1208, bei einer Marienerscheinung empfamgen, und sie in seinem Orden eingeführt haben soll. Schon im 13. Jahrhundert gab es Gilden der Paternostermacher.


Auch im Islam, im Buddhismus und im Hinduismus gibt es Gebetsketten. Im Islam wird die Gebetskette mit 99 Kügelchen Tesbih genannt, die man im Gebet nach und nach herablässt, während man die im Koran vorkommenden 99 Eigenschaften Gottes ausspricht.


Beim christlichen Rosenkranz folgen auf 10 kleinere Kugeln für die Ave Marias eine größere für das Paternoster. Zehn Ave Marias und ein Paternoster nennt man ein Gesätz oder Gesätzchen. Auf dem Rosenkranz sind 50 kleinere Kugeln und 5 größere für 5 Gesätze, was ein Rosenkranzgebet ausmacht.


Gebetsgliederung

Die Legende erzählt, dass Maria den Rosenkranz dem Heiligen Dominikus als Waffe im Kampf gegen die Albigenser geschenkt hat.


Das Rosenkranzgebet steht seit dem 16. Jahrhundert fest. Ein komplettes Rosenkranzgebet besteht aus 3 mal 50 Ave Marias, Psalter genannt, in Zehnergruppen gegliedert. Nach jeder Zehnergruppe von Ave Marias wird nach dem Wort "Jesus" ein so genanntes "Geheimnis" eingefügt, ein Glaubenssatz, der dem Neuen Testament entstammt und das Leben Jesus und seiner Mutter Maria betrifft.


Die 15 Geheimnisse sind in 3 Fünfergruppen aufgeteilt:


1. die freudenreichen Geheimnisse
2. die schmerzensreichen Geheimnisse und
3. die glorreichen Geheimnisse.

In einem Apostolischen Brief vom 16. Oktober 2002 erweiterte Papst Johannes Paul II. den "Rosenkranz der Jungfrau Maria" anlässlich der 24. Wiederkehr seiner Wahl zum Papst den Rosenkranz um


4. die lichtreichen Geheimnisse.

Kirche und Rosenkranz

Der Rosenkranz war, so lautet die heute anerkannte Hypothese, zunächst ein Gebet für die Laien des Mittelalters. Da diese meist nicht lesen konnten, sollte ein Gebet geschaffen werden, welches leicht zu erlernen war und die wichtigsten Elemente der Heilsgeschichte betrachtete. Die 150 Ave Marias, aus denen ein Psalter besteht, sind den 150 Psalmen des alten Testaments nachempfunden, die im Stundengebet gebetet werden.


Das Rosenkranzfest wird traditionell am 7. Oktober begangen, hatte doch die katholische Seestreitmacht unter Juan de Austria, dem Stiefbruder des spanischen Königs, die türkische Mittelmeerflotte am 7. Oktober 1571 im Golf von Lepanto in der Seeschlacht von Lepanto vernichtend geschlagen, worauf 1573 von Papst Gregor XIII. dieses Fest gestiftet worden war. Nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein am 5. August 1716 erhob Papst Klemens XI. das Fest zu einem allgemeinen Fest der ganzen Kirche. 1937 veröffentlichte Papst Pius XI. eine Rosenkranz-Enzyklika.


Literatur



  • Karl Joseph Klinkhammer (1980): Ein wunderbares Beten. So entstand der Rosenkranz


Weblinks

Rosenkranzgebet - gebetete Heilige Schrift



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