Ried liegt in einer flachen Mulde nördlich des Hausruckwalds. Der Name der Stadt leitet sich vom mittelhochdeutschen "Riet" ab, was "feuchter, sumpfiger Boden" bedeutet.
Die Stadt ist vom Bezirk Ried im Innkreis umschlossen und grenzt an die Gemeinden Aurolzmünster, Hohenzell, Mehrnbach, Neuhofen im Innkreis und Tumeltsham.
Wappen
Das aktuelle Stadtwappen wurde der Stadt im Zuge der Stadterhebung 1857 verliehen. Das Stadtwappen ist viergeteilt. Das oberste Viertel zeigt einen Doppeladler und verdeutlicht die Zugehörigkeit zu Österreich. Das untere Viertel enthält den "bayerischen Wecken", weiß-blaue Rauten und zeigt damit an, dass die Stadt ursprünglich zu Bayern gehörte.
Im linken Viertel steht ein Schnürstiefel. Er war bereits im alten Wappen der Stadt enthalten und spielt auf die Gründungslegende von Ried im Innkreis an. Die im rechten Viertel enthaltenen Ranken waren ebenfalls bereits im alten Wappen vorhanden und sollen wahrscheinlich auf die Bedeutung als Brauereistadt hinweisen.
Geschichte
Mittelalter
Die Stadt Ried wurde erstmals am 13. November1136 als bayerisch-landesfürstliche Burg erwähnt. 1180 finden in einer Urkunde zum ersten mal die Bürger von Ried Erwähnung - daraus kann auf eine Siedlungstätigkeit um die Burg geschlossen werden.
Der Sage nach wurde 1191 der Müllerssohn Dietmar der Anhanger von Friedrich I. (Barbarossa) mit dem Markt Ried belehnt. Als Grund dafür war angeblich, dass Dietmar beim Kreuzzug den Kampfesmut der Truppen wieder aufgerichtet hatte: Als in Ikonia die Fahne des Heeres von den Gegnern zu Fall gebracht worden war, nahm Dietmar seinen Bundschuh und steckte ihn auf eine Lanze; unter diesem Zeichen fassten die Kreuzfahrer neuen Mut und schafften es, die Stadt zu erobern. Der Bundschuh aus der Sage ist heute Bestandteil des Stadtwappens.
Der 1379 abgeschlossene 1. Rieder Vertrag legt die Grenzen zwischen Bayern und Österreich fest.
Neuzeit
Zur Zeit der Reformation belegen Visitationsberichte den Einfluss der Reformation. Bis 1580 war allerdings die Gegenreformation fertig durchgeführt. Infolge dessen sind mehrere Auswanderungen belegt. Während der Bauernkriege ist Ried Zufluchtsstätte und Hauptquartier des bayerischen Kriegskommissärs.
Nach dem bayerischen Erbfolgekrieg kommt kommt das Innviertel und damit auch Ried im Friede von Teschen 1779 zu Österreich. Während der Koalitionskriege kommt es noch einmal für kurze Zeit zu Bayern. Napoleon nimmt zweimal in Ried Quartier und entgeht am 2. Mai1809 nur knapp einem Anschlag.
Im 2. Rieder Vertrag wechselt Bayern am 8. Oktober1813 die Seiten und tritt der Allianz gegen Napoleon bei. Nach dem Münchner Vertrag wird Ried 1816 endgültig österreichisch.
1857 wird Ried zur von Franz Joseph I. zur Stadt erhoben. Zu dieser Zeit war es mit 4000 Einwohnern die größte Marktgemeinde Österreichs. Mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung beginnt 1867 die Rieder Messe.
Zeitgeschichte
Am 12. März1938 marschieren Verbände der deutschen Wehrmacht in Ried ein, Hitler trifft auf der Durchreise nach Linz in Ried ein. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs marschieren amerikanische Truppen in Ried in, Ried wird Teil der amerikanischen Besatzungszone.
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