Die Rheinische Eisenbahn gehörte zu den Unternehmen, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Ruhrgebiet mit der Eisenbahn erschlossen. Dies geschah allerdings vergleichsweise spät, denn zuvor hatte sich die unternehmerische Tätigkeit auf die linksrheinischen Gebiete Westdeutschlands beschränkt. Die Stammstrecke der Gesellschaft war seit 1843 das deutsche Teilstück (von Köln zum Grenzbahnhof Herbesthal) der Strecke Köln - Düren - Aachen - Verviers - Lüttich - Löwen - Antwerpen, der ersten grenzüberschreitenden Eisenbahnlinie überhaupt. Der noch junge belgische Staat war sehr an Handelsbeziehungen mit Preußen interessiert, war als Nicht-Rheinanlieger aber gegenüber den Niederlanden benachteiligt. Daher gab es schon früh Überlegungen, sich mit einer Eisenbahnlinie Zugang nach Preußen zu verschaffen, was dem Projekt auch den Namen Eiserner Rhein einbrachte.
Im Ruhrgebiet baute die Rheinische Eisenbahn zunächst eine Linie in Richtung West-Ost von Duisburg-Hochfeld - Mülheim-Broich - Mülheim-Heißen - Essen-Nord - Bochum-Nord - Bochum-Langendreer - Dortmund-Süd. Die Linie verlief mehr oder weniger parallel zur bereits bestehenden Strecke Duisburg - Dortmund der Bergisch-Märkische Eisenbahn und sollte einen Teil des lukrativen Transportes von Gütern und Personen von der Konkurrenzstrecke abziehen. Die gleiche Strategie verfolgte das Unternehmen mit dem Bau der Verbindung Düsseldorf - Wuppertal - Schwelm-Nord - Gevelsberg - Hagen - Dortmund, wobei hier ebenfalls einer Linie der Bergisch-Märkischen Eisenbahn Konkurrenz gemacht werden sollte.
Bedingt durch den gegenüber der Konkurrenz verspäteten Bau der beschriebenen Strecken waren diese nicht optimal an die damaligen Wirtschaftzentren angebunden. So ist es zu erklären, dass heute im Ruhrgebiet die meisten Strecken der Rheinischen Eisenbahn nicht mehr im Betrieb sind.
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