Seinen Sitz hatte es in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8 (heute: Niederkirchnerstraße in Berlin-Kreuzberg). Das Gelände gehört zur derzeit (2004) entstehenden Gedenkstätte Topographie des Terrors.
Mit der Gründung des RSHA erreichte die von Heinrich Himmler seit 1933 vorangetriebene Verselbständigung des nationalsozialistischen Gewaltapparates ihren Höhepunkt. Die Zuständigkeiten von staatlichen Organen und Gliederungen der NSDAP wurden dabei immer mehr vermischt. Chef des RSHA, das seinerseits ein Hauptamt der Schutzstaffel (SS) bildete, war SS Obergruppenführer Reinhard Heydrich. Nach dessen Tod am 4. Juni1942 führte Heinrich Himmler als Chef der Deutschen Polizei zunächst persönlich das RSHA. Am 30. Januar1943 wurde Ernst Kaltenbrunner neuer Chef der Sicherheitspolizei und des SD. Nach dem Kriege wurde Kaltenbrunner im ersten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wegen seiner Tätigkeit im RSHA zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Das RSHA sorgte im Deutschen Reich und den von ihm besetzten Gebieten für Terror, Gewalt und Vernichtung. Die dem RSHA unterstellten SS-Einsatzgruppen verübten nach dem Angriff auf Polen und später auf die Sowjetunion planmäßige Massaker an der Elite der betroffenen Länder, zumal an katholischen Priestern und kommunistischen Funktionären, an Sinti und Roma und vor allem an Juden und setzte durch gezielte Hasspropaganda Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in Gang. Über 500.000 Menschen fielen diesen Aktionen zum Opfer. Im Referat IV B 4 des RSHA organisierte SS Obersturmbannführer Adolf Eichmann als Synonym des Schreibtischtäters den bürokratischen Teil der "Endlösung der Judenfrage". Auch innenpolitisch verfügte das RSHA über umfassende Vollmachten und nutzte vor allem die gerichtlich nicht kontrollierbaren "Schutzhaft" zur Bekämpfung politischer wie "rassischer" Gegner. Die sogenannten "Meldungen aus dem Reich" lieferten detaillierte Berichte über die Stimmung der intensiv bespitzelten Bevölkerung.
Die von Hitler durchaus beabsichtigten Rivalitäten zwischen den einzelnen Ämtern, namentlich zwischen SD und SIPO, trugen zu einer Radikalisierung gerade der antijüdischen Politik bei. Es mangelte häufig an Abstimmung zwischen den einzelnen Stellen, so dass selbstverursachte, institutionalisierte soziale Dynamiken, wie die zunehmend unhaltbare Situation in den zunächst ohne exakte Zweckbestimmung, nur generell auf die "Endlösung" hin eingerichtete Ghettos, zu immer radikaleren Maßnahmen führten.
Aufbau
Der Aufbau des RSHA im Jahr 1941: (7 Ämter mit untergeordneten Stellen)
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