Präsolare Minerale, oft auch präsolare Körner oder Sternenstaub genannt, sind winzige Kristalle die Teil der feinkörnigen Matrix von primitiven Meteoriten sind und bereits vor der Bildung unseres Sonnensystems existierten.
Sie wurden später Teil derjenigen Molekülwolke, von der sich letztlich der solare Nebel separierte und zu unserem Sonnensystem zusammenstürzte.
Den Kollaps des solaren Nebels und die darauffolgende Bildung von Planetesimalen, von welchen die primitiven Meteorite abstammen, haben sie vermutlich überstanden, weil sie aus widerstandsfähigen, so genannten refraktären Mineralen bestehen.
Es gibt unterschiedliche Arten präsolarer Kristalle, von denen bisher die folgenden identifiziert werden konnten:
Zusätzlich aufgewiesene Isotopenanomalien in diesen Mineralen beweisen,da die Sonnenmaterie eine einigermaßen homogene isotopische Zusammensetzung hat, die präsolare Herkunft dieser außergewöhnlichen Kristalle.
Präsolare Diamanten haben nur eine Größe von wenigen Nanometern, weswegen sie auch Nanodiamanten genannt werden.
Obwohl Nanodiamanten, neben Siliziumkarbidkristallen, die ersten entdeckten präsolaren Kristalle waren, ist relativ wenig über sie bekannt.
Die übrigen präsolare Kristalle haben eine typische Größe im Mikrometerbereich und sind deshalb einfacher zu untersuchen.
Präsolare Kristalle werden hauptsächlich mittels Elektronenmikroskopie (SEM/TEM) und Massenspektroskopie (Edelgas-Massenspektroskopie, Resonanzionisations-Massenspektroskopie (RIMS), Sekundärionen-Massenspektroskopie (SIMS, NanoSIMS)) untersucht.
Referenzen
[1] Ahnert-Rohlfs E. (1954) Vorläufige Mitteilung über Versuche zum Nachweis von Meteoritischem Staub, Mitteilung der Sternwarte Sonneberg 45
[2] Lewis R.S., Tang M., Wacker J.F., Anders E. and Steel E. (1987) Interstellar diamonds in meteorites, Nature 326, 160-162.
[3] Bernatowicz, T., Fraundorf, G., Ming, T., Anders, E., Wopenka, B., Zinner, E., and Fraundorf, P. (1987) Evidence for interstellar SiC in the Murray carbonaceous meteorite, Nature 330, 728.
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