In seiner Jugend wollte er die Welt kennenlernen und begab sich auf eine zehn Jahre dauernde Reise zu den »sieben Enden der Welt« (»viagem pelas sete partidas do mundo«), auf der er viele der damals Herrschenden persönlich kennenlernte. Er verließ Lissabon1418 und begab sich zunächst nach Valladolid, wo er sich mit dem König von Kastilien traf (seinem Cousin). Danach begab er sich nach Ungarn, wo er von KaiserSigismund empfangen wurde. Für den Kaiser kämpfte im Hussitenkrieg in Böhmen. 1424 reiste er nach Zypern und von dort nach Palästina. In Rom wurde er von PapstMartin V. empfangen. Weiter ging seine Reise nach Flandern und dann auf die Insel Patmos, wo er sich mit SultanMurad II. von den Osmanen traf. Er besuchte Konstantinopel, Alexandria, Kairo, reiste von dort nach Paris, Dänemark und schließlich London, wo er von König Heinrich IV. empfangen wurde.
Erneut in Flandern arrangiert er die Hochzeit seiner Schwester Elisabeth (Isabel) mit Herzog Philipp dem Guten von Burgund. Peter bleibt zwei Jahre in Flandern, hält sich dort vornehmlich in Brügge auf. In Venedig wird er vom Dogen empfangen, der ihm ein Exemplar des Reiseberichtes von Marco Polo schenkt. Peter gibt dieses Buch zusammen mit einer von Kaiser Sigismund erhaltenen Weltkarte (mapa mundi) an seinen Bruder Heinrich den Seefahrer weiter, dem diese Unterlagen bei der Planung seiner Expeditionen sehr hilfreich sind. Über Rom, wo er erneut vom Papst empfangen wurde, reiste er schließlich nach Portugal zurück und traf 1428 wieder in Coimbra ein.
1438 stirbt sein Bruder, der portugiesische König Eduard I., an der Pest. Auf diesen folgte sein Sohn Alfons V., also der Neffe von Peter von Portugal, der allerdings zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters noch minderjährig war, so dass eine Regentschaft notwendig wurde.
Eduard I. hatte für diesen Fall seine Witwe testamentarisch zur Regentin eingesetzt. Peter gelang es allerdings diese nach kurzer Zeit von der Regentschaft zu verdrängen. Es gelang ihm, sich seine Regentschaft zweimal von den Cortes absegnen zu lassen. Während seiner zehnjährigen Regentschaft stärkte er die zentrale Königsmacht zu Lasten des Adels.
Auch nachdem Alfons 1446 für volljährig erklärt wurde, wollte Peter die Regentschaft nicht aufgeben, und stärkte seine Position zunächst noch zusätzlich dadurch, daß es ihm gelingt, seine eigene Tochter mit dem jungen König zu vermählen. Der König verbündete sich daraufhin mit dem Herzog von Braganza, der die Adelsopposition im Lande gegen die vom Prinzregenten Peter geförderten Zentralisierungstendenzen in der portugiesischen Politik anführte. Auch die Mutter des Königs unterstützte ihn gegen Peter und brachte ihm die Unterstützung Aragoniens ein. Mit dieser Unterstützung gelang es Alfons V. schließlich, seinen Onkel und Stiefvater in der Schlacht von Alfarrobeira 1449 zu besiegen, Peter fiel in der Schlacht.
Familie
Peter von Portual heiratete 1429 Elisabeth (Isabel) von Aragón, Gräfin von Urgel (* 1409 - † 1443), mit der er folgende Kinder hatte:
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