So gut wie jeder nichtpopuläre Stil kann im Prinzip »verpopt« werden, wenn mindestens eine dieser Voraussetzungen mehr oder weniger willkürlich in eine nicht-Pop Vorlage eingearbeitet wird. So ist auch die volkstümliche Musik, die wesentliche Stilelemente der Volksmusik vereinnahmt, dabei aber Einflüsse aus dem Pop-Mainstream mit verarbeitet, zur Popmusik zu rechnen. Allerdings wird unter Popmusik im engeren Sinne meist die von jungen Menschen konsumierte Musik verstanden, also Musik mit zumeist englischen Texten und härteren Rhythmen. Derartige Produktionen nehmen wiederum Anleihen bei ursprünglichen Szeneklängen (Rap, Hip Hop), Musik also, die zunächst nur in begrenzten Kreisen populär war.
Popularität schließt immerhin Originalität nicht aus. Die Evergreens der Popmusik, die Beatles, überzeugen auch noch heute mit teils überraschenden, immer stimmigen musikalischen Ideen. Die Comedian Harmonists, die in den ausgehenden 1920ern rauschende Erfolge feierten, waren eine A Cappella-Gruppe erster Güte, mit unvergleichlichem Witz ausgestattet. Generell ist in der Geschichte der Popmusik bei den Konsumenten eine Abnahme des Bedarfs nach Eigenwilligkeit des Interpreten oder Künstlers festzustellen. Doch nach wie vor sind die Charts der Popmusik ein Gradmesser für ungeheuren finanziellen Erfolg.
Popmusik bezeichnet sehr verschiedenartige Genres und Gattungen der Musik, denen gemeinsam ist, dass sie massenhaft produziert und verarbeitet werden. Sie kann aber auch Musik bezeichnen, die populär, also im Volk verbreitet ist und nicht unbedingt kommerziell verbreitet worden ist. Anfang der achtziger Jahre erlebte die deutschsprachige Popmusik im Zuge der Neuen Deutschen Welle einen großen Aufschwung in Deutschland. In Österreich existiert der Austropop, der sich großer Beliebtheit erfreut.
Musik, die sich aus rein kommerziellen Gesichtspunkten heraus aus den Genres der populären Musik synkretistisch bedient (vor allem Blasmusik, populäre Klassik und Musical) und dies mit
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