Es wurde versucht, die Vorteile aller bis dahin bestehenden Hochsprachen
(insbesondere ALGOL, Fortran und COBOL) zu vereinigen.
Kritiker der Sprache unterstellten PL/1, dass es leider nur gelungen sei, die Nachteile der verschiedenen Vorbilder zu vereinen. Bei naturwissenschaftlich-technischen Programmierern galt es als kaufmännisch, bei kaufmännischen Anwendern als naturwissenschaftlich-technisch. Anhänger weisen auf die Vorteile hin:
Syntax mit freiem Format
Schüsselwörter sind nicht abhängig von Groß- oder Kleinschreibung
PL/1 war bei einigen großen IBM Anwendern Hausprogrammiersprache. Multics wurde in PL/1 geschrieben.
Abkömmlinge des PL/1 sind PL/M (CP/M wurde in PL/M geschrieben) und PL/S (IBM interne Programmiersprache für Systemsoftware).
PL/1 wird meist auf IBM Großrechnern eingesetzt, es existieren aber auch Varianten für Windows, AIX und andere Unix - Varianten.
Gegenüber den später entwickelten Sprachen wie Pascal kennzeichnet die gesamte PL/I-Sprachfamilie (wie auch schon die Vorläufer aus dem ALGOL-Zoo), dass Datenstrukturen zwar als konkrete Elemente angegeben werden können, aber praktisch keine Sprachelemente für die Definition von Struktur-Typen existieren. Dadurch war es nicht möglich, Zuweisungskompatibilität schon während der Übersetzungszeit zu prüfen. Der neue PL/I-Compiler von IBM kennt auch abstrakte Datentypen.
Neben dem Namen PL/1 ist für diese Sprache auch der Name PL/I gebräuchlich.
Programmbeispiel
Test: procedure options(main);
/* This is a comment */
/* Declaration: */
declare My_String char(20) varying initial('Hello, world!');
/* An example for an event handler */
on error begin;
/* edited output: */
put skip edit('There is an error in the world')(a);
call plidump; /* print a dump */
end;
put skip list(My_String);
/* This is list output */
end Test;
Literatur
Mell, W.-D., Preus, P.,Sandner, P.: Einfuehrung in die Programmiersprache PL/1 (BI-Hochschultaschenbuecher 785) Bibliographisches Institut 1991, 2. Auflage
Sturm, E.: Das neue PL/I, Vieweg-Verlag 2002, 5. Auflage
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