Er wurde von Leonardo Leo und Francesco Durante am Conservatorio di Sant' Onofrio in Neapel erzogen, wofür er dem Bischof von Bari zu danken hat, da sein Vater, selbst Musiker, seinem Sohn verweigerte, den gleichen Beruf wie er zu ergreifen. Piccinnis erste Oper, Le Donne dispettose, wurde 1755 uraufgeführt, und 1760 komponierte er in Rom das chef d'œuvre seiner frühen Jahre, La Cecchina ossia la buona Figliuola, einen Opera buffa, die im gesamten Europa erfolgreich war. Er hatte 1756 seine Schülerin Sibilla Vincenza geheiratet, eine Sängerin, der er danach nie wieder einen Auftritt erlaubte.
1766 wurde Piccinni von Königin Marie Antoinette nach Paris eingeladen. Auch hier waren seine Arbeiten erfolgreich, bis der Direktor der Grand Opéra die Idee hatte, ihn und Christoph Willibald Gluck absichtlich aufeinander zu hetzen, indem er sie überzeugte, das gleichzeitig das gleiche Sujet zu bearbeiten - Iphigenie en Tauride. Das Pariser Publikum wurde in zwei feindliche Lager gespalten, die unter den Namen Piccinnisten und Gluckisten einen unwürdigen und schmachvollen Krieg austrugen. Glucks meisterhafte Iphigenie wurde am 18. Mai1779 uraufgeführt, Piccinnis Iphigenie folgte am 23. Januar1781 und wurde, obwohl 17 Mal gespielt, dem Vergessen übergeben. Der Widerstreit der Parteien ging weiter, auch nachdem Gluck Paris 1780 verlassen hatte, auch dadurch, dass man anschließend eine neue Rivalität mit Antonio Maria Gaspare Sacchini ausrief. Piccinni blieb so populär, dass er beim Tod Glucks 1787 vorschlagen konnte, ihm ein Denkmal zu seinen Ehren zu setzen - ein Vorschlag, den die Gluckisten nicht unterstützen wollten.
1784 wurde Piccinni Professor an der königlichen Musikschule, eines jener Institute, aus dem 1794 das Konservatorium gebildet wurde. Beim Ausbruch der Französischen Revolution1789 ging Piccinni nach Neapel zurück, wo er anfangs von König Ferdinand IV. wohlwollend empfangen wurde; als aber seine Tochter einen französischen Demokraten heiratete, fiel er in Ungnade. Die nächsten neun Jahre brachten eine prekäre Existenz in Venedig, Neapel und Rom, 1798 kehrte er nach Paris zurück, wo das Publikum in enthusiastisch empfing, er aber kein Einkommen mehr erzielte. Er starb zwei Jahre darauf in Passy bei Paris. Nach seinem Tod wurde an seinem Geburtshaus in Bari eine Gedenktafel angebracht.
Die vollständigste Liste seiner Arbeiten wurde in Rivista musicale italiana, viii. 75 veröffentlicht. Er schrieb mehr als 80 Opern, aber obwohl seine späteren Werke den Einfluss französischer und deutscher Bühnen zeigen, gehört er zur konventionellen italienischen Schule des 18. Jahrhunderts. Weitere Kompositionen gehören zur Kirchenmusik, darunter sind auch Oratorien zu finden.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin