Pharmazeutsiche Chemie ist ein Teilgebiet der Pharmazie, der Wissenschaft von den Arzneimitteln. Die pharmazeutische Chemie das Spezialgebiet der Pharmazie, das sich mit den chemischen Eigenschaften von Arzneimitteln im weitesten Sinne beschäftigt.
Eine besondere Rolle spielen die Analyse (der Nachweis) sowie die Synthese(die Herstellung) von Arzneimitteln.
Der pharmazeutischen Chemie nahestehende Gebiete sind die medizinische Chemie, die Pharmakologie und die Toxikologie.
Weitgehend gleichbedeutende Begriffe. Unter einem Pharmakon (Arzneistoff, Wirkstoff) versteht man eine Substanz, die mit dem menschlichen oder tierischen Körper in eine Wechselwirkung tritt.
Als Arzneimittel im engeren Sinne bezeichnet man Substanzen, die zur Vorbeugung, Linderung, Heilung oder Erkennung von Krankheiten dienen.
Arzneimittel können dem Körper auf verschiedene Weisen zugeführt (»appliziert«) werden, z.B. oral, kutan, transdermal oder parenteral.
Als Herkunft für Arzneimittel kommen Naturstoffe (ca. 20%) oder chemische Synthese oder Veränderung (partialsynthetisch) gewonnene Stoffe (ca. 80%) in Frage.
Ungefähr 40% von ihnen besitzen mindestens ein optisch aktives Kohlenstoffatom (C*); die allermeisten von diesen wiederum sind als Racemate (einem Gemisch der beiden optischen Formen) und nicht die reinen Enantiomere (nur eine der möglichen optischen Formen).
Dies ist insofern erheblich, als nachgewiesen ist, daß häufig nur eine der beiden Enantiomere eine biologische Aktivität entfaltet.
Bekanntes Beispiel sind die Aminosäuren: nur die L-Form wird in Proteine eingebaut, die D-Form nicht.
Während die Begriffe Pharmakon, Arzneistoff oder Wirkstoff sich auf die reine, zumeist chemisch definierte Wirksubstanz bezieht, versteht man unter dem Arzneimittel oder Medikament die Zubereitung, die in der Apotheke erworben werden kann und letztlich vom Patienten eingenommen wird.
Beispiele sind Tabletten, Dragees, Salben, Augentropfen, wirkstoffhaltige Pflaster usw.
In einem Medikament liegt also der Wirkstoff oder das Wirkstoffgemisch in einer zur Einnahme vorgesehenen Form zusammen mit anderen arzneilich nicht wirksamen Stoffen (Arzneistoffträger, Hilfsstoffe) vor.
Namen für Wirk- und Hilfsstoffe
INN - Internation Non-Proprietary Names = Internationale Freinamen, Generika
(engl: generic names, generics)
Die sogenannten Freinamen werden von der WHO (World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation) vorgeschlagen.
Sie stellen einfache Bezeichnungen für den betreffenden Wirkstoff dar und orientieren sich an dessen chemischem Aufbau und/oder an der Wirkungsweise. Der Sinn der generischen Namen liegt in der Vereinfachung der komplizierten chemischen Nomenklatur und in der Formulierung eindeutiger, weltweit gültiger Namen. Im Gegensatz zu den geschützten Handelsnamen, können die generischen Namen von jedermann verwendet werden.
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