Der Platz besteht aus zwei Teilen, wobei eigentlich nur der - von Richtung Petersdom aus gesehen - zweite als Petersplatz im engeren Sinn gilt:
1. Einmal ein trapezförmiger Platz (Piazza Retta) nach dem Vorbild des Kapitolsplatz von Michelangelo, der die Fassade von Maderno optisch in die Ferne rücken sollte und abschüssig angelegt wurde, um allen den Blick auf den Vorplatz zu ermöglichen, auf dem die religiösen Feiern abgehalten werden.
2. Als zweiter der elipsenförmige Platz (der eigentliche Petersplatz), der auf zwei Seiten von Säulengängen eingeschlossen ist, weil, wie Bernini selbst sagte, die Kirche Petri sozusagen die Mutter aller anderen Kirchen ist und sie daher Kolonnaden haben muss, die wie mit mütterlich ausgebreiteten Armen die Katholiken aufnehmen, um sie in ihrem Glauben zu bestärken, die Irrgläubigen, um sie der Kirche zuzuführen und die Ungläubigen, um sie im wahren Glauben zu erleuchten.
Eigentlich hatte Bernini als abschließendes Element des Platzes einen weiteren Säulengang als dritten Flügel vorgesehen, aber durch den Tod Alexanders VII. im Jahre 1667 wurde das Vorhaben abgebrochen, so dass die mittleren Kolonnaden nie ausgeführt wurden. Der dritte Säulengang hätte den Zugang zum Petersplatz wie von zwei Kulissen her bewirkt, so dass der aus den Gassen des Borgo Heraustretende sich plötzlich vor einem weiten und dynamischen Raum gesehen hätte, der ihm einen für die Barockzeit typischen Blick mit Überraschungseffekt geboten hätte. Die hohe Bebauungsdichte des Borgos, die den offenen Raum schloss, sorgte dafür, dass dieser Effekt im beschränkten Ausmaß dennoch zustande kam. Der Bau der Via della Conciliazione unter Benito Mussolini und der damit einhergehenden Zerstörung des Borgo machte dies aber zunichte.
Die größte Breite beträgt 240 Meter, die Tiefe 340 Meter. Die Kollonaden bestehen aus 284 fünfzehn Meter hohen Säulen, die 4-reihig stehen. Auf der Brüstung erheben sich 140 Heiligenstatuen, jede 3,20 Meter groß
Die Pflasterung des Platzes senkt sich nach der Mitte, so dass die versammelte Menschenmenge überschaut werden kann. Im Zentrum erhebt sich der Obelisk, der auch als Sonnenuhr fungiert. Ursprünglich hatte er im Zirkus des Nero gestanden. Von dort ließ ihn Papst Sixtus V.1585 auf den Petersplatz bringen.
Der rechte Brunnen auf der Piazza ist ein Werk von Carlo Maderno (1613), der linke ein Werk Berninis (1675).
Zwischen den Brunnen und dem Obelisken sind zwei runde Marmortafeln in das Pflaster eingefügt worden. Wenn man sich auf eine der beiden stellt, bekommt man den Eindruck, dass der Petersplatz nur von einer anstatt einer vierfachen Säulenreihe umschlossen wird.
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