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Petersberg bei Bonn

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Der Petersberg bei Bonn ist einer von sieben Bergen, die in ihrer Gesamtheit als Siebengebirge bezeichnet werden. Seine Höhe beträgt 331 Meter über dem Meeresspiegel. Ihm zu Fuße liegt die Stadt Königswinter, so dass er auch als Petersberg bei Königswinter bezeichnet wird. Vor allem bekannt geworden ist er durch das Gästehaus, welches vor allem in der Zeit bis zum Umzug der Bundesregierung nach Berlin als Bundesgästehaus (offizieller Titel: Gästehaus der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland) diente.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

  1.1 Frühe Geschichte

    1.2 Entwicklungen ab dem 19. Jahrhundert

  1.3 Das Bundesgästehaus

  1.4 Wichtige Ereignisse und Konferenzen auf dem Petersberg

  1.5 Staatsgäste auf dem Petersberg

    1.5.1 1938 (während der Sudetenkrise)

    1.5.2 1955-1969

    1.5.3 1973

    1.5.4 Nach dem Umbau 1990

2 Weblinks


Geschichte

Frühe Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass bereits 3500 v. Chr. Menschen auf dem Petersberg siedelten. Bei Bauarbeiten wurde auf der Spitze der so genannte Ringwall freigelegt, der auf ca. 1000 v. Chr. geschätzt wird.


1189 bezogen Zisterziensermönche aus der Abtei Himmerod auf Befehl des Kölner Erzbischofs Philipp I. von Heinsberg die verlassenen Gebäude einer Augustinereremitenklause. 1202 entstand daraus die neue Abtei Heisterbach im Peterstal.


Anfänglich unter dem Namen Stromberg bekannt (erste urkundliche Benennung unter diesem Namen: 1142), wurde 1764 auf ihm eine Kapelle errichtet, die dem Heiligen Petrus geweiht war. Somit bekam auch der Berg seinen heutigen Namen. 1834 wurde die Domäne Petersberg an den Kaufmann Joseph Ludwig Mertens verkauft. Seine Gattin Sibylle Mertens-Schaafhausen, eine Bankierstochter, die auch als Rheingräfin bekannt war, lies dort für sich einen Sommersitz errichten.


Entwicklungen ab dem 19. Jahrhundert

Ende des 19. Jahrhunderts ließen die Kölner Gebrüder Nelles, die das Gelände erworben hatten, zusätzliche Bauten sowie einen Pavillon errichten und eröffneten 1892 das Hotel. Zu dieser Zeit verfügte der Petersberg (ebenso wie sein Nachbarberg Drachenfels noch heute)


über eine Zahnradbahn. Doch erst mit den Bemühungen des neuen Besitzers Ferdinand Mülhens (Inhaber der Firma 4711) im Jahre 1912 wurde der Berg berühmt. Er ließ das Hotel in ein Kurhotel umbauen. Außerdem wurden in den 1930er Jahren die Rheinterassen sowie ein Weg zum Gipfel eröffnet.


Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Petersberg bis 1952 Sitz der Alliierten Hohen Kommission. Hier unterzeichnete Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer, dessen Wohnhaus im nahegelegenen Rhöndorf bei Bad Honnef liegt, am 22. November 1949 das Petersberger Abkommen.


Das Bundesgästehaus

Nachdem die Bundesregierung zwischen 1955 und 1969 schon öfters das zwischenzeitlich unter der Leitung des Breidenbacher Hofs aus Düsseldorf stehende Hotel für hohe Staatsgäste mietete, erwarb die Bundesrepublik Deutschland den Petersberg im Jahre 1978 mit allen Gebäuden von der Familie Mülhens, um ein neues Gästehaus für Staatsbesucher zu schaffen. Nach langen und aufwendigen Umbauten erfolgte 1990 die Inbetriebnahme. Seither haben nahezu alle Staatsoberhäupter und Regierungschefs der Länder, mit denen die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Kontakte pflegt, auf dem Petersberg gewohnt. Diese konnten bequem auf dem Hubschrauberlandeplatz des Bergs landen.


Auch nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin fungiert der Petersberg weiterhin als Gästehaus des Bundes ("Deutsches Camp David"), kann aber auch von Privatpersonen gemietet werden. So nutzte Michael Schumacher beispielsweise den Petersberg mit der kleinen Kapelle und dem Hotel für die Heirat mit seiner Frau Corinna im Jahr 1995.


Zuletzt stand der Petersberg im Dezember 2001 als Schauplatz der Afghanistan-Konferenz im Mittelpunkt des Weltinteresses. Auch die Folgekonferenz vom 2. Dezember 2002 fand an gleicher Stelle statt.


Die Sicherheitslage gab auch hier dem Berg den Vorzug: mit nur einer Zufahrtsstraße lässt er sich leicht abschirmen.


Wichtige Ereignisse und Konferenzen auf dem Petersberg

(Diese Liste ist unvollständig, sei mutig und ergänze sie)




Staatsgäste auf dem Petersberg

(Diese Liste ist unvollständig, sei mutig und ergänze sie)


1938 (während der Sudetenkrise)



1955-1969

(Insgesamt 31 Besuche)




1973

  • Leonid Breschnews, Generalsekretär der KPdSU
    (auf seinen besonderen Wunsch, hierfür wurde eigens das Hotel für einige Tage wiedereröffnet)


Nach dem Umbau 1990



Weblinks



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