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Patras

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Patras, ital. Patrasso, griech. Πάτρα Pátra, einer der wichtigen Häfen Griechenlands, Hauptstadt des Nomos Achaia und Elis, liegt (seit der Zerstörung während des Befreiungskriegs 1821 neuaufgebaut) amphitheatralisch auf der südöstlichen Küste des gleichnamigen Meerbusens in fruchtbarer Gegend, hat eine Anzahl schöner, breiter und geradliniger Straßen, die sich vom Strand hügelan ziehen, mehrere öffentliche Plätze und Kais sowie eine Zitadelle.


Patras ist Sitz eines griechischen Erzbischofs.


Die Einwohnerzahl beträgt: ca. 160 000, damit ist Patras nach Athen, Piräus und Thessaloniki die viertgrößte Stadt Griechenlands


Inhaltsverzeichnis


1 Geografie

2 Umgebung

3 Geschichte

4 Verkehr


Geografie

Die Stadt wird im Westen vom Ionischen Meer und im Osten von den Ausläufern des Panaxaiki Gebirges, welches bis auf knapp 2000 m ü NN ansteigt, begrenzt. Sie liegt in einem seismologisch aktiven Gebiet, weshalb sie immer wieder von Erdbeben erschüttert wird.



Umgebung

Ein wenig östlich von Patras bei Rion entsteht die längste Hängebrücke der Welt, die Rion-Antirion-Brücke, die den Peloponnes mit Zentralgriechenland auf dem Festland verbindet.


Geschichte

Die Stadt Patras wurde im Altertum, der Überlieferung nach vom Achäer Patreus, gegründet durch Vereinigung von drei Städten, Aroe, Antheia und Mesatis. Doch deuten orientalische Kulte, welche sich dort erhielten, darauf hin, dass zuerst wahrscheinlich Phöniker hier ansässig waren.


Als Hafenstadt wurde sie bald eine der ersten unter den zwölf achäischen Städten. Aus ihrem Bündnis mit drei anderen achäischen Städten um 280 v. Chr. entstand der Achäische Bund. Augustus gewährte den Paträern, deren Stadt damals ziemlich heruntergekommen war, allein unter den Achäern die Freiheit sowie die Rechte und Immunitäten einer römischen Kolonie. Seit dieser Zeit führte die Stadt auf den Münzen den Namen Colonia Augusta Aroe Patrensis.


Patras besaß auch eine der ersten Christengemeinden im Land und war neben Korinth der Ausgangspunkt für die Christianisierung der Halbinsel. Nach der Legende erlitt hier der Apostel Andreas den Märtyrertod. Seine Gebeine kamen 356 nach Konstantinopel, das Kopfreliquiar (1462 bis 1964 in Rom) wird heute wieder in Patras verehrt.


1205 wurde die Stadt von Champlitte, Grafen von Champagne, erobert und zum Sitz des Herzogtums Ächaia erkoren.


1408 verkaufte Johann II. sein kleines Reich an die Venezianer, denen Patras 1463 von den Türken entrissen wurde. 1770 eroberten die Russen und Mainoten Patras, mussten es aber noch in demselben Jahr wieder räumen, worauf es von den Türken verbrannt wurde.


1820 litt Patras bedeutend durch ein Erdbeben. Hier begann die griechische Revolution mit dem Auflauf vom 12. Februar 1821, wobei die Türken in die Zitadelle gedrängt wurden. Als ein militärisch wichtiger Punkt wurde die Stadt während des Freiheitskriegs ein Hauptschauplatz des Kampfes, aber am 15. April 1822, nachdem Jussuf Pascha die Zitadelle entsetzt hatte, von den Türken eingeäschert. Ibrahim Pascha leitete von Patras aus die Belagerung von Messolonghi.


1828 nahmen es die französischen Hilfstruppen unter Schneider für Griechenland in Besitz; 1833 wurden die Franzosen durch die bayerische Truppen abgelöst, die mit dem neuen König Griechenlands, Otto aus dem Haus Wittelsbach ins Landgekommen waren.


Im 19. Jahrhundert wurden über Patras vor allem Korinthen nach Großbritannien und Frankreich ausgeführt.


Verkehr

Patras besitzt einen direkten Anschluss an das griechische Fernstrassen-Netz. Wichtiger als die Strassenverbindungen ist der Hafen von Patras. Dieser ist für Griechenland das Tor zum Rest der EU. Die meisten Autofähren laufen von Italien kommend in Patras ein. Im Ort Araxos etwa 40km südlich von Patras befindet sich auch ein Flughafen, der aber nur von wenigen Charterfluglinien im Sommer angesteuert wird. Im Winterhalbjahr gibt es nur Inlandsverbindungen.


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