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Pathologie

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Der Begriff Pathologie bezeichnet


1. als Teilgebiet der Medizin die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen von Lebewesen und deren Ursachen. Kurz ist Pathologie die Krankheitslehre und Krankheitsforschung.


Die Pathologie ist eng verwandt mit der Anatomie, der Pathophysiologie und der Zytologie.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichtliches

2 Qualitätssicherung in der Medizin

3 Teilgebiete der Pathologie

4 Literatur


Geschichtliches

Der Begriff "Pathologie" findet sich erstmalig beim griechischen Arzt Galenus (129-201). Er leitet sich ab von den Wörtern pathos = Leiden, Krankheit und logos = Lehre, Wissenschaft, bedeutet also soviel wie "Die Lehre von den Leiden".


In ihrer heutigen Form geht die Pathologie auf den Italienischen Forscher Giovanni Battista Morgagni (1682-1771) zurück, der mit seinem fünfbändigen Werk "De sedibus et causis morborum" ("Vom Sitz und den Ursachen der Krankheiten") im Jahre 1761 den Grundstein für die wissenschaftlichen Forschungen legte.


Bereits im Altertum wurden in Ägypten und Griechenland Leichenöffnungen durchgeführt, die aber mehr der anatomischen Bildung dienten. Erst mit Ende des 18. Jahrhunderts wurden aufgrund des zunehmenden Verständnisses für die Bedeutung der Leichenschau erste Fachvertreter, die eigens für die Sektionen verantwortlich waren, bestellt. Der erste sogennannte "Prosektor" (lat. prosecare = vorschneiden) begann 1796 am Wiener Allgemeinen Krankenhaus seine Arbeit. Der erste Lehrstuhl für Pathologie wurde 1819 in Straßburg eingerichtet (Jean-Frédéric Lobstein 1777-1835). Als Prüfungsfach wurde Pathologie im Jahre 1844 in Wien eingeführt.


Qualitätssicherung in der Medizin

Die Pathologie ist ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung in der Medizin. Um den medizinischen Standard zu halten und zu verbessern, wird oft eine kollegiale Konfrontation der Ärzteschaft mit der kontrollierenden Diagnostik des Pathologen gefordert, nicht nur während des Lebens des Patienten, sondern auch nach dessen Tod.


Der Pathologe kann oft Auskunft über die Art der Erkrankung und den Schweregrad geben. Insbesondere bei der Fragestellung gutartig oder bösartig ist meist ein Pathologe gefragt. Es wird der Typ, die Größe, die Ausdehnung und die Bösartigkeit eines Krebses begutachtet.


Nach operativer Entfernung eines Organs oder Entnahme eines kleinen Gewebsstückes (Biopsie) bzw. von Zellproben (Zytologie) durch einen Arzt wird das entsprechende Gewebe vom Pathologen untersucht. Kleine Biopsate werden direkt zu Schnittpräparaten ( = histologischen Präparaten ) weiterverarbeitet, welche unter dem Mikroskop betrachtet werden. Große Präparate werden zunächst mit dem Auge (makroskopisch) beurteilt. Auffällige Areale mit möglichen krankhaften Veränderungen werden aus dem Präparat herausgeschnitten und wiederum vom Labor zu Schnittpräparaten verarbeitet.


Die Hauptaufgabe des Pathologen besteht in der Betrachtung von histologischen Präparaten unter dem Mikroskop.


Mehr als 50% aller Pathologen sind Frauen.


Man unterscheidet


  • Makroskopische Pathologie: Krankhafte Veränderungen, die man mit dem bloßen Auge, z.B. bei einer Sektion sieht.
  • Mikroskopische Pathologie: Krankhafte Veränderungen, die man nur mit dem Mikroskop oder dem Elektronenmikroskop sieht (siehe auch Histologie)
  • Ätiologie = Lehre von den Krankheitsursachen


Teilgebiete der Pathologie

Jedes Organ hat seine eigene Pathologie. Jedes Tier hat seine eigene Pathologie.


  • Neuropathologie
  • Hämatopathologie
  • Tumorpathologie
  • Pathologie der Haut
  • Fetal- und Neonatalpathologie
  • Dental- (Zahn-) Pathologie
  • Osteo- (Knochen-) Pathologie


Literatur



Spezialisten und Arbeitsgruppen




Links




2. die pathologische Abteilung, das pathologische Institut.


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