Raineri ist in Bieda di Galeate in der Gegend von Ravenna geboren. Er war zunächst Mönch in einem Kloster, jedoch vermutlich nicht in Cluny wie oft angegeben. Von Gregor VII.1078 zum Kardinalpriester erhoben, bekleidete er von 1089 bis 1090 das Amt eines Legaten in Frankreich und Spanien.
Am 14. August1099 wurde er Papst. Im Investiturstreit folgte er der Politik seines Vorgängers Gregor VII. 1102 erneuerte er den Bann gegen Kaiser Heinrich IV.1104 gelang es Paschalis, den zweiten Sohn Heinrich IV., den späteren Heinrich V., zu einem Aufstand gegen den Vater zu bewegen. Die Einladung des Reichstages zu Mainz vom Januar 1106, über die Investitur zu verhandeln, schlug er aus. Stattdessen wurde auf der Synode von Guastalla Investitur durch den Kaiser erneut verboten. Im selben Jahr gelang es Paschalis II., den Investiturstreit in England zwischen Anselm von Canterbury und dem englischen König Heinrich I. zu schlichten.
Im Februar 1111 wurde in einem Vertrag zwischen dem Papst und Heinrich V. festgelegt, daß der deutsche König auf das Investiturrecht verzichtet und im Gegenzug Paschalis II. Heinrich V. zum Kaiser krönt und die Regalien zurückgibt. Am 12. Februar1111 scheiterte der Vertrag an der Nichtzustimmung weltlicher und geistlicher Fürsten. Daraufhin nahm Heinrich V. den Papst und mehrere Kardinäle gefangen. Zwei Monate später stimmte Paschalis unter Zwang dem Vertrag von Ponte Mammolo zu, indem dem Kaiser das Investiturrecht zugesprochen und Heinrich die Kaiserkrönung zugesagt wurde.
Ein Laterankonzil im darauffolgenden Jahr 1112 erklärte den Vertrag für nichtig, da er unter Zwang geschlossen wurde. Im Oktober 1112 wurde der Kaiser exkommuniziert. Im Jahre 1117 zog Heinrich V. erneut gegen Rom. Mathilde von Tuszien hatte nach ihrem Tod 1115 ihre weitläufigen Besitzungen in der Toskana der Kirche vermacht, die der Kaiser jedoch als Reichsgebiet beanspruchte. Paschalis mußte aus Rom fliehen und konnte erst nach der Abreise des Kaisers Anfang 1118 zurückkehren, starb aber wenige Tage später.
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