Der Parlamentarismus ist eine Herrschaftsform, in der eine Minderheit (meist einige zig bis einige hundert) Parlamentarier die Macht ausübt.
In der parlamentarischen Demokratie werden die Mitglieder des Parlaments vom Volk gewählt. Sie heißen dann meistens Abgeordnete. Es gibt aber auch Parlamente, auf deren Besetzung das Volk keinen Einfluss hat, weil Scheinwahlen stattfinden (siehe die ehemaligen kommunistischen Länder). Auch können Parlamente völlig ohne Wahlen durch einen Herrscher oder durch gesellschaftliche Gruppen eingesetzt werden.
Der Parlamentarismus bildet in der klassischen Verfassungssystematik des Aristoteles entweder eine Aristokratie oder eine Oligarchie.
Häufig wird dem System des Parlamentarismus der Präsidentialismus gegenübergestellt, gebräuchlich sind auch Bezeichnungen wie präsidentielles bzw. parlamentarisches Regierungssystem. Mischformen wie etwa in der V. Republik in Frankreich sind schwierig einzuordnen; die Bezeichnung Semi-Präsidentialismus ist umstritten.
Verwirrend kann sein, dass der klassische Begriff der Demokratie (Volksherrschaft) sich auf das bezieht, was wir heute plebiszitäre Demokratie oder direkte Demokratie nennen.
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