Mit Outsourcing (auch Out-tasking), zu Deutsch Auslagerung, wird in der Ökonomie die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen bezeichnet.
Der Terminus Outsourcing ist ein Kunstwort, welches aus den Bestandteilen outside, resource und using besteht. Übersetzt man die einzelnen Begriffsbestandteile, so ist Outsourcing als ein Konzept zu charakterisieren, bei dem außerhalb des Unternehmens liegende Bezugsquellen zur Versorgung herangezogen werden.
Die Motivation für diese seit den 1990er Jahren populäre Vorgehensweise besteht darin, im Zuge der Rationalisierung von Geschäftsprozessen, am Unternehmensstandortineffizient ausführbare oder zu teure Aufgaben von spezialisierten Dienstleistern erledigen zu lassen, um sie für das eigene Unternehmen wirtschaftlicher zu gestalten. Nicht immer werden Outsourcings allerdings aus Kostengründen vorgenommen. Oft hat die Auslagerung auch Gründe der Sicherheit oder mangelnden Know-Hows. Beispielsweise wird der Betrieb des Firmenrechenzentrums oft an kompetente IT-Dienstleister übertragen. Risiken eines Ausfalls werden somit teilweise auf das Drittunternehmen übertragen.
Eine Spielart des Outsourcings ist das Business Process Outsourcing, bei dem ein ganzer Unternehmensprozess an ein Drittunternehmen gegeben wird. Beispielsweise kann der Unternehmensprozess Einkauf ausgelagert werden, das heißt, das Drittunternehmen verhandelt und besorgt für den auslagernden Betrieb beispielsweise günstigere Konditionen für Büroartikel.
Mittlerweile ist der Trend des Outsourcing als Allheilmittel bereits wieder abgeflaut. Viele Unternehmen haben festgestellt, dass sich zwar unmittelbar Kosten sparen lassen, aber mittelfristig bzw. langfristig trotzdem höhere Kosten auf das Unternehmen zukommen können. Ein entscheidender Punkt ist die Qualität der ausgelagerten Prozesse, die nur indirekt beeinflusst werden kann. Durch das Outsourcing vor allem bei Schlüsselprozessen kommt es zu einer risikiobehafteten Abhängigkeit von Drittunternehmen.
Outsourcingverträge laufen für gewöhnlich zwischen zwei und zehn Jahre. Die Qualität und Quantität der vom Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen wird dabei in sogenannten Service Level Agreements festgelegt.Nur ein Teil der Outsourcingverträge wird nach dieser Zeit verlängert, meistens findet ein erneutes Benchmarking statt. Dabei entscheidet der Outsourcer sich möglicherweise für einen anderen Partner. Möglich ist auch, daß der Outsourcer den Teilbereich wieder ins eigene Unternehmen eingliedert (Insourcing).
Bisweilen verlagern Unternehmen auf diese Weise Arbeitsplätze von ihrem eigentlichen an günstigere Standorte, in der Regel in Niedriglohnländer. Dies wird als Offshoring bezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist die Auslagerung der IT-Anwendungsentwicklung nach Indien. Allerdings hat das Outsourcing der IT-Entwicklung meist nicht nur Kostengründe. In Indien gibt es eine ungewöhnlich hohe Anzahl an gut ausgebildeten und hochqualifizierten IT-Spezialisten. In Mitteleuropa dagegen herrscht ein Mangel an solchen Fachkräften.
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