Nächst größere Städte sind Bremen, etwa 41 km östlich, Osnabrück, circa 100 km südlich und Hamburg, um 126 km östlich von Oldenburg (Oldb). Die Einwohnerzahl der Stadt Oldenburg (Oldb) überschritt 1945 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Oldenburg (Oldb) liegt in einer Niederung überwiegend am linken Ufer der Hunte, an der Mündung der Haaren, von der Huntemündung bei Elsfleth 23,5 km und von der offenen See etwa 60 km entfernt, im Zentrum des Oldenburger Landes im westlichen Niedersachsen. Die Hunte ist in Oldenburg für kleinere Seeschiffe befahrbar.
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Oldenburg (Oldb), sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Das Stadtgebiet Oldenburgs ist in neun fortlaufend nummerierte statistische Bezirke eingeteilt. Jeder statistische Bezirk besteht aus mehreren Unterbezirken mit je einem eigenem Namen und einer zweistelligen Nummer. Einige der Unterbezirke sind auch zu Ortsteilen beziehungsweise Siedlungsbereichen zusammen gefasst. Die Siedlungsbereiche sind lediglich mit einem Buchstaben hinter der Kennzahl des statistischen Bezirks bezeichnet (beispielsweise 1 a bis 1 f). Die weitere Untergliederung der Unterbezirke wird mit Blockgruppen bezeichnet, die eine dreistellige Nummer haben.
Die neun statistischen Bezirke Oldenburgs mit ihren zugehörigen Unterbezirken beziehungsweise Ortsteilen (jeweils mit amtlicher Nummer):
1108 wird Oldenburg erstmals als Aldenburg urkundlich erwähnt. 1345 verleiht Graf Konrad I. von Oldenburg Oldenburg bremisches Stadtrecht. 1448 wird Graf Christian von Oldenburg König von Dänemark
1603 beginnt die Regierungszeit Graf Anton Günthers, der durch geschicktes Handeln das Land Oldenburg vor dem dreißigjährigen Krieg bewahrt. 1667 stirbt Graf Anton Günther und Oldenburg fällt wieder unter die Herrschaft der Dänen. Im selben Jahr stirbt beinahe jeder zehnte Oldenburger an der Pest, als diese abklingt wird die Stadt von einem durch einen Blitz verursachten Brand fast völlig zerstört. Den Statthaltern des dänischen Königs schien der Wiederaufbau anscheinend kein dringendes Anliegen, die Einwohnerzahl sinkt bis Mitte des 18. Jahrhunderts auf 3.000.
1773 übernimmt das Haus Holstein-Gottorp die Grafschaft, womit diese zum Herzogtum aufsteigt. Oldenburg wird Haupt- und Residenzstadt. 1785 bis 1829 herrscht Herzog Peter Friedrich Ludwig, der die Umgestaltung der Stadt im klassizistischen Stil beginnt und unter dem unter anderem das Peter Friedrich Ludwig Hospital entstanden ist. 1786 wird die Landessparkasse zu Oldenburg (angeblich älteste Sparkasse der Welt) gegründet. 1815 wird Oldenburg im Zuge des Wiener Kongresses zum Großherzogtum. Drei Jahre später wird Oldenburg (Oldb) eine "Stadt I. Klasse" sowie Sitz eines Amtes. Heute bezeichnet man solche Städte als "kreisfreie Stadt". 1833 "sinkt" sie vorübergehend wieder zur "Stadt II. Klasse" ab, bevor sie 1855 erneut "Stadt I. Klasse" wird.
1918 dankt der letzte Großherzog ab und 1919 wird Oldenburg Hauptstadt des Freistaates Oldenburg. Während der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 ist Oldenburg Gauhauptstadt im Bereich Weser-Ems. 1933 wird auch das Amt Oldenburg erheblich vergrößert und der neue Verwaltungsbezirk später als Landkreis Oldenburg bezeichnet.
1920 betrug die Fläche des Stadtgebiets Oldenburgs insgesamt 1.152 ha. Danach wurden verschiedene Gemeinden beziehungsweise Teile von Gemeinden und Gemarkungen nach Oldenburg (Oldb) eingegliedert, so dass das Stadtgebiet heute nach verschiedenen Grenzbereinigungen insgesamt 10.296 ha beträgt. Im Einzelnen wurden ein- beziehungsweise ausgegliedert:
am 1. April1922 die Gemeinde Osternburg (Zuwachs 5.080 ha)
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Die Stadt Oldenburg (Oldb) gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Bremen beziehungsweise zu dessen Archidiakonat St. Willehadi, die St. Johannis-Kapelle gehörte zum Bistum Osnabrück. Die Reformation fasste ab 1526 Fuß und seit 1529 war die Stadt dauerhaft reformiert, doch trat die Stadt 1573 zum Luthertum über (Einführung einer lutherischen Kirchenordnung). Danach war Oldenburg über viele Jahrhunderte vorwiegend protestantisch. Als Hauptstadt des Herzogtumss beziehungsweise Großherzogtums Oldenburg war die Stadt auch Sitz der Kirchenverwaltung Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg). Hier befand beziehungsweise befindet sich bis heute das Konsistorium beziehungsweise der Oberkirchenrat dieser Landeskirche. Oldenburg wurde auch schon sehr früh Sitz eines Kirchenkreises (Oldenburg-Stadt), zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.
Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oldenburg auch wieder Katholiken. Diese wurden seit 1785 von einem Kaplan versorgt. Der Herzog von Oldenburg ließ 1807 sogar auf seine eigenen Kosten wieder eine katholische Kirche bauen. Später entstanden weitere katholische Kirchen. 1831 wurde Oldenburg Teil des Offizialats Oldenburg des Bistums Münster, nachdem die Bildung eines eigenen katholischen Bistums für das Land Oldenburg scheiterte. Sitz des Offizialats wurde jedoch die Stadt Vechta. In Oldenburg wurde ein Dekanat eingerichtet, das seinerzeit für den gesamten nördlichen Teil des Landes Oldenburg zuständig war. Später wurde das Dekanat Oldenburg in seinem Zuschnitt verändert, doch gehören heute alle Pfarrgemeinden der Stadt Oldenburg (Oldb) zu diesem Dekanat innerhalb des Bistums Münster.
Die älteste Freikirche ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die heute an der Eichenstraße ihr Gemeindezentrum besitzt. Sie wurde bereits 1837 - also drei Jahre nach der ersten deutschen Baptistengemeinde in Hamburg - gegründet. Die Gemeindepastoren der Gründungssphase waren A. F. W. Haese aus Varel und Johann Ludwig Hinrichs aus Jever. Die Gemeinde hatte in der Anfangszeit unter Verfolgung seitens staatlicher und kirchlicher Behörden zu leiden: Die Kinder der Gemeinde wurden zwangsweise getauft, Versammlungen polizeilich aufgelöst und das Abhalten von Gottesdiensten mit empfindlichen Geld- und Gefängnisstrafen belegt.
Seit 1995 gibt es in Oldenburg auch wieder eine israelitische Kultusgemeinde. Hierzu übergab die Stadt Oldenburg am 5. März1995 der jüdischen Gemeinde ein Kulturzentrum mit Synagoge. Es handelt sich um die ehemalige Baptistenkapelle in der Wilhelmstraße 17, die für Zwecke der israelitischen Kultusgemeinde umgebaut wurde und ganz in der Nähe der 1938 zerstörten Synagoge liegt. Am 25. Juni1995 konnte die Gemeinde ihre neue Synagoge einweihen. Seit dem 1. August1995 amtiert die Schweizerin Bea Wyler als erste Rabbinerin Deutschlands in Oldenburg und Braunschweig.
An der Spitze der Stadt Oldenburg (Oldb) stand schon seit dem 14. Jahrhundert ein Rat, der ab 1345 aus 18 Mitgliedern bestand. Darunter befanden sich drei Bürgermeister. Es regierte jedoch nur ein Bürgermeister mit fünf Ratsmännern. Der Rat wechselte jährlich am 6. Januar. Ab 1676 wurde die Zahl der Bürgermeister auf zwei reduziert. Ab 1773 stand nur noch ein rechtsgelehrter Bürgermeister an der Spitze von Rat und Stadt. Die Stadtordnung von 1833 führte einen Stadtdirektor als leitenden Beamten ein. Dieser erhielt später den Titel Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister.
1946 führte die Militärregierung der britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Oldenburg (Oldb) die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister von Oldenburg (Oldb) seit 1817
Beschreibung: In Gold eine von einem größeren Mittelturm und zwei kleineren Seitentürmen mit blauen Dächern und aufgesetzten goldenen Kugeln bekrönte rote Stadtmauer; in das schwarze Torfeld unter dem Mittelturm ist der Oldenburger Grafenschild mit seinen "fiev stücken" - auf Gold zwei rote Balken - schräg rechts eingestellt. Die Stadtflagge ist gold-rot-gold-rot-gold waagerecht geteilt.
Bedeutung: Für die Residenzstadt der Grafen von Oldenburg ist bereits ein Siegel aus dem Jahr 1307 nachweisbar, das eine dreitürmige Burg zeigt. Später kam das Wappen der Grafen im Torbogen hinzu. In seiner heutigen Form ist das Wappen 1927 festgelegt worden.
Städtepartnerschaften
Oldenburg (Oldb) unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten beziehungsweise Kreisen:
Im Raum Oldenburg gibt es einige Flugplätze wie z.B den Flugplatz Oldenburg-Hatten. Der nächste größere Flughafen befindet sich in Bremen.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgen mehrere Buslinien der VWG - Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg. Das Fahrrad spielt bei der Alltagsmobilität der Oldenburger eine äußerst entscheidende Rolle.
Fachhochschule Oldenburg; gegründet 1971 durch Zusammenschluss von verschiedenen Vorgängereinrichtungen, darunter einer Ingenieurakademie für Bau- und Vermessungswesen und eine Seefahrtschule aus dem 19. Jahrhundert in Elsfleth Website
Oldenburg (Oldb) hat ferner das komplette Angebot an Allgemeinbildenden (beispielsweise auch das Alte Gymnasium) und Berufsbildenden Schulen; siehe hierzu die Website des Schul-Informations-Systems Oldenburg(sisol), dessen SchoolPool zahlreiche Informationen bietet.
Schloss mit dem Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte
Landesmuseum für Natur und Mensch
Stadtmuseum - dieses Museum zeigt bürgerliche Wohnkultur, eine Antikensammlung, ferner Leben und Werk des Künstlers Prof. Bernhard Winter (1871-1964) und die Stadtgeschichte Oldenburgs
1937 erhielten auch Adolf Hitler und Karl Röver die Ehrenbürgerrechte. Diese wurden 1948 vom der Rat der Stadt jedoch entzogen.
Söhne und Töchter der Stadt
Folgende Personen sind in Oldenburg (Oldb) geboren. Ob sie später ihren Wirkungskreis in Oldenburg (Oldb) hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr.
Hermann Ludwig Ehlers, *1904 in Schöneberg bei Berlin, † 1954, Politiker (CDU), Bundestagspräsident, war am Anfang seiner politischen Kariere unter anderem Ratsherr in Oldenburg
"Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" Band III Nordwestdeutschland, 1. Teilband Niedersachsen/Bremen - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1952
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