Der Begriff (diminuisierte Form) weist auf eine Neuigkeit hin - oft wird auch der Bezug zur italienischen Kirche der Renaissance Santa Maria Novella angeführt, der auf die Zeit der Entstehung schließen lässt.
Im Gegensatz zum Roman befasst sich eine Novelle nicht mit einem umfassenden Zeit- oder Lebensbild, sondern mit einem Ausschnitt, der sich zu einem Wendepunkt zuspitzt. Gegenstand der Erzählung ist, nach Johann Wolfgang von Goethe; "eine sich ereignete, unerhörte Begebenheit", eine Begebenheit also, die einen gewissen Anspruch auf Wahrheit und Originalität zu erheben scheint. Typisch für Novellen ist außerdem, dass es nur einen Handlungsstrang gibt, der sich um einen einzigen Konflikt (Krise, Höhepunkt) dreht. Außerdem für die Novelle charakteristisch ist eine Verflechtung von Vorfall und Mensch, die dadurch Einblicke in die menschliche Natur bringt. Die Novelle kann als äußeres Zeichen des Kernpunktes ein Dingsymbol (Falke - Falkennovelle, Judenbuche) als Leitmotiv enthalten. Aufgrund ihrer relativen Kürze erscheinen Novellen oft in Sammlungen.
Als Begründer der Novellentradition wird der Italiener Giovanni Boccaccio mit seinem Decamerone (Zehntagewerk) gehandelt.
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