Der Gründer der Band, Trent Reznor, ist das einzige Mitglied und macht den Großteil der Arbeit bei den Studio-Alben von Nine Inch Nails. Während Live-Konzerten wird er von einer kompletten Band begleitet, deren Formation sich immer wieder änderte. Trent Reznors kreativer Einfluss auf die Veröffentlichungen von Nine Inch Nails lässt sich am besten mit dem Statement "nine inch nails is trent reznor" auf den Alben zeigen.
Die Pretty Hate Machine Ära
Das erste Album "Pretty Hate Machine" erschien 1989 und bekam dreimal Platin in den USA. Es wurden dabei die Singles "Head Like A Hole", "Down In It" und "Sin" veröffentlicht, zu denen auch jeweils ein Musikvideo gedreht wurde.
Die Broken Ära
Die zweite große Veröffentlichung von Nine Inch Nails erschien 1992. "Broken" ist eine EP mit sechs Titel und zwei versteckten Songs. Das Lied "Wish" gewann kurioserweise in der Kategorie Heavy Metal einen Grammy. Das Musikvideo zu "Happiness In Slavery" wurde kurz nach der Veröffentlichung auf den Index gesetzt. In dem Video wird der Performance-Künstler Bob Flanagan gezeigt, der sich selbst in eine Maschine schnallt, die ihn vergewaltigt und anschließend tötet. Ein komplettes Video mit dem Titel "Broken - The Movie" wurde produziert, aber niemals veröffentlicht. Trent Reznor sagte in Interviews, dass dieses Video "'Happiness In Slavery'" als Disney-Film erscheinen lässt". Im gleichen Jahr erschien mit "Fixed" dann noch ein Remix-Album.
Die Downward Spiral Ära
1994 veröffentlichte die Band das Konzept-Album "The Downward Spiral" und erhielt dafür vierfaches Platin in den USA. Das Album bescherte der Band besonders durch die Single "Closer" einen gewaltigen Popularitätsschub. Die erste Single des Albums war "March of the Pigs". Das letzte Lied des Albums, "Hurt", wurde im Jahr 2003 von Johnny Cash sehr erfolgreich gecovert. "The Downward Spiral" zeigt die teils aggressiven und depressiven Phasen von Trent Reznor und gilt als seine beste Arbeit. 1995 erschien mit "Further Down The Spiral" wiederum ein Remix-Album.
Die Fragile Ära
Das nächste Album "The Fragile" erschien erst 1999. Es wurden dabei drei Singles veröffentlicht, nämlich "The Day The World Went Away" in den USA und Europa, "We're In This Together" in Großbritannien und Europa und "Into The Void" in Japan und Australien. Musik-Videos wurden zu "We're In This Together", "Into The Void" und "Starfuckers Inc." gedreht und veröffentlicht. Im Jahr 2000 erschien das Remix-Album "Things Falling Apart".
2002 erschien die Live-CD/DVD/VHS "And All That Could Have Been". Dabei wurden Einzel- und Doppelversionen des Albums veröffentlicht, wobei die Doppelalben zusätzlich die EP "Stills" mit eher ruhigen Songs zusätzlich beinhaltete.
Das nächste Studioalbum mit dem Titel "Bleed Through" ist für Anfang 2005 angekündigt. Der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl wird dabei auch einigen Tracks Schlagzeug spielen.
Diskographie
Halo's
Jede offizielle Veröffentlichung von Nine Inch Nails bekommt eine Nummernbezeichnung in der Form Halo X, wobei das X für eine Zahl steht. Die derzeitigen Veröffentlichungen sind:
Große Aufmerksamkeit unter Musikfans erzeugte der Auftritt von Nine Inch Nails beim Woodstock 1994 Festival, als die ganze Band mit Matsch beschmiert auf der Bühne stand.
Trent Reznor nahm 1996 die Hintergrundmusik für das Computerspiel Quake von id Software auf. Für den Soundtrack zum Videospiel American McGee's Alice von EA Games ist Reznor jedoch nicht verantwortlich gewesen, sondern Chris Vrenna, ehemaliger Drummer bei Nine Inch Nails, der schon seit längerer Zeit an einem Soloprojekt namens Tweaker arbeitet. Desweiteren stellte er den Soundtrack zu Oliver Stones Film Natural Born Killers zusammen. Einige Songs des Films Lost Highway sind ebenfalls von Trent Reznor produziert worden, darunter die Single The Perfect Drug. Für den Film Tomb Raider steuerten Nine Inch Nails das Lied Deep bei, zu welchem auch ein Video gedreht wurde.
Trent Reznor hat auch mit Künstlern wie Tori Amos, David Bowie, Pigface, Marilyn Manson, The Neptunes, 1000 Homo DJs und Peter Gabriel zusammengearbeitet. Desweiteren gab es mit "Tapeworm" ein Seitenprojekt von Reznor, bei dem u.a. Danny Lohner and Maynard James Keenan von Tool mitwirkten. Es soll ein fertiges Album geben, das aber laut Reznor im Mai 2004 aufgrund von rechtlichen und anderen Problemen nie veröffentlicht wird.
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