Die Gemeinde liegt am linken Donauufer und zieht sich in die langsam ansteigenden Bergen des Bayerischen Waldes hinein.
Geschichte
Der Ort entstand im laufe der Zeit aus dem Benediktinerkloster, das im Jahre 731 von Herzog Odilo von Bayern gegründet wurde. Die Mönche kamen aus dem Inselkloster Reichenau im Bodensee. Sie wählten ein unbewohntes Gebiet im Mündungsgebiet der Isar und bauten auf einer Anhöhe das Kloster das dem Heiligen Mauritius geweiht wurde. Abt Eberswind war der erste Abt, der diesen Ort Altaha (bedeutet Altwasser) nannte. Im Jahre 788 nach dem Sturz der Agilolfinger wurde die Abtei Altaich durch Karl dem Großen zum Reichskloster erhoben. Das Kloster wurde anfang des 10. Jahrhunderts mehrmals durch Einfälle von Ungarn und Tschechen zerstört. Ebenfalls in diesem Jahrhundert wurden das Kloster zum Kanonikerstift und aus den Mönchen wurden Chorherren, die für die herzogliche Grablege der Luitpoldinger zuständig waren. Nach der Zeit der Ungarneinfälle ab 990 gab es wieder Benediktiner im Kloster und der Heilige Gotthard war Abt des Klosters. Er führte sowohl Altaich als auch die Klöster Kloster Hersfeld und Kloster Tegernsee durch seine benediktinischen Reformen zu neuer Blüte. In diesen Klöstern begleitete er zum Teil zeitgleich das Amt des Abtes.
Der Ort Alteich soll im Jahre 1226 60 Häuser gehabt haben. Das Kloster erhielt in der Mitte des 13. Jahrhunderts die niedere Gerichtsbarkeit über den Ort, die das Kloster bis zu seiner Aufhebung 1803 ausübte.
Im Jahre 1918 wurde das Kloster von Metten aus wieder bezogen. Die Abteikirche erhält 1932 den päpstlichen Ehrentitel Basilica minor.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat Niederalteich besteht aus 13 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl am 3. März2002 entfallen davon 4 Sitze auf die BF/ÖDP, 4 Sitze auf die CSU, 3 Sitze auf die SPD und 2 Sitze auf die UWG.
Wappen
Das Wappen zeigt in Gold über grünem Dreiberg ein blauer Wellenbalken, darüber schräg gekreuzt ein roter Abtsstab und ein rotes Haumesser.
In dem Wappen kommt die enge Verbindung mit dem Kloster Niederaltaich zum Ausdruck. Der Dreiberg stammt aus dem Wappen des Klosters. Dies wird durch den Abtsstab noch verdeutlicht. Das Hausmesser wurde verwendet um Schilf an der Donau zu schneiden. Die Wellenlinie steht für die Donau, an dem Niederalteich liegt.
Spitz, (in der Wachau in Österreich, seit 1976) Das Gebiet um die Marktgemeinde gehörte von 812 bis 1504 dem Kloster Niederaltaich und war langen Zeit eine bayerische Enklave in Österreich.
Bakonybél (Ungarn, seit 2000) Die Gründung von Bakonybél geht auf die Missionstätigkeit des Heiligen Gunthers zurück.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Barockbasilika und Klosteranlage, gebaut von 1700 bis 1739 unter Abt Joscio Hamberger (1700-1739)
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