Montana ist ein Bundesstaat im Nordwesten der USA. Der Name Montana leitet sich wahrscheinlich von dem spanischen Wort "montaña" vielleicht aber auch aus dem lateinischen "montaanus" (beides zu deutsch: Berg, bergig, gebirgig) her. Mit 380.700 km² ist Montana der flächenmäßig viert größte Bundesstaat der USA und geringfügig größer als Deutschland aber mit rund 909.453 Einwohnern (2002)viel dünner besiedelt. Montana zählt zu den so genannten "Mountain States", die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Die Hauptstadt von Montana ist Helena. Sein Spitzname "Treasure State" (Staat der Schätze) begründet sich durch die Vielzahl an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen (Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber und Gold).
Politik
Die gegenwärtige Gouverneurin ist Judy Martz (* 28. Juli1943, Republikanerin). Der Gouverneur ist das Regierungsoberhaupt, wird alle vier Jahre von den Wahlberechtigten gewählt und kann unbegrenzt oft wiedergewählt werden. Weitere durch Wahl bestimmte Posten sind die des Vizegouverneurs, der Staatsminister und des Oberstaatsanwalts. Der Senat (50 Mitglieder gewählt auf 4 Jahre) und das Abgeordnetenhaus (100 Mitglieder gewählt auf zwei Jahre) bilden zusammen das Zweikammernsystem der Legislative. Auf nationaler Ebene wird Montana durch zwei Senatoren und einen Abgeordneten des Repräsentantenhauses vertreten. Als dünnbesiedelter Bundesstaat hat Montana bei den Präsidentenwahlen nur drei Wahlmännerstimmen. Die zwei gegenwärtige US-Senatoren aus Montana sind Max Baucus (Demokrat) und Conrad Burns (Republikaner). Am 7. November 2000 stimmen 240.178 Bürger Montanas für den Präsidentschaftskandidaten George W. Bush, während nur 137.126 Wähler Al Gore ihre Stimme gaben. Somit gingen die drei Wahlmännerstimmen Montanas an das Team von George W. Bush und Dick Cheney.
Traditionell werden in Montana bei den Präsidentschafts- und Gouverneurswahlen eher die Republikaner bevorzugt, während die Demokraten bei den Wahlen zum Kongress mehr Stimmen erhalten. Herausragende politische Persönlichkeiten aus Montana waren Michael Joseph Mansfield (*1903, †2001) und Jeannette Rankin (*1880, †1973). Michael Joseph Mansfield war von 1961 bis 1977 demokratischer Mehrheitsführer im US-Senat und später Botschafter in Japan. Jeannette Rankin war die erste Frau die in das Repäsentantenhaus gewählt wurde, dort vertrat sie konsequent ihre pazifistische Einstellung und stimmte sowohl während des Ersten als auch während des Zweiten Weltkrieges gegen den Kriegseintritt der USA.
Siehe auch:
Gouverneure des Bundesstaates Montana (1889-heute), oder
Der Bundesstaat gliedert sich in 56 einzelne Counties (vergleichbar mit den deutschen Landkreisen). Der bevölkerungsmäßig größte Kreis ist, mit über 129.000 Einwohnern, der Yellowstone County im Süden des Staates.
Siehe: Liste der Counties in Montana
Wirtschaft
Montana ist ein Bundesstaat reich an Bodenschätzen und anderen natürliche Ressourcen. Zu den wichtigsten Vorkommen an Rohstoffen zählen Kupfer, Gold, Silber, Edelsteine, Vermiculit, Talkum, Tonerden, Antimon, Kalkstein, Phosphat, Gips, Steine, Sand und Kies. Von ebenso großer Bedeutsamkeit sind die großen Vorkommen an Erdöl, Erdgas und Kohle. So basiert der Großteil der Industrieproduktion auf der Verarbeitung der geförderten Rohstoffe (Erdöl- und Kohleprodukte, Erzverhüttung, chemische Erzeugnisse, Metallprodukte). Die Landwirtschaft ist jedoch der wichtigste Erwerbszweig. Im Nordosten und im Zentrum von Montana wird Weizen, Mais und Gerste angebaut während im Süden die Rinder- und Viehzucht betrieben wird. Die Forstwirtschaft floriert vor allem im Nordwesten des Landes, wenn sich auch große Teile der Nutzwälder in staatlicher Hand befinden.
Bevölkerung
Montana ist mit 909,453 (2002) Einwohnern einer der bevölkerungsärmsten und dünnbesiedelsten Bundesstaaten der USA. Zu 90,6% besteht die Bevölkerung aus "Weißen" mit weitem Abstand gefolgt von den Amerikanischen Ureinwohnern (Indianern) mit 6,2% und den Lateinamerikanern mit 2,0%.
Die bedeutendsten Indianerstämme sind die Assiniboine, Blackfoot, Cheyenne, Crow, Flathead und Ojibwa. Circa zwei Drittel von ihnen leben heute in Reservaten. Zwischen 1990 und 2000 ist die Bevölkerung um insgesamt 12.9% gewachsen.
Indianerreservate in Montana
Es gibt sechs verschiedene Indianerreservate in Montana:
Fort Peck Indian Reservation
Northern Cheyenne Indian Reservation
Crow Indian Reservation
Rocky Boys Indian Reservation
Blackfeet Indian Reservation
Flathead Indian Reservation
Bevölkerungsentwicklung
Die Einwohnerentwicklung zwischen 1880 und 2003. Die Zahlen für die Jahre 1880-2000 entstammen den jeweiligen Volkszählungen. Die Zahl für das Jahr 2003 ist eine Schätzung.
Anaconda - Deer Lodge einem Stadtkreis mit 9417 Einwohnern
Miles City 8487 Einwohner
Siehe auch: Die 25 größten Städte in Montana oder Liste der Städte und Ortschaften in Montana
Sehenswürdigkeiten
Herausragende Sehenswürdigkeiten sind vor allem die beiden Nationalparks, der Glacier National Park im Norden und der Yellowstone National Park im Süden. Andere Touristenattraktionen sind das Little Bighorn Battlefield National Museum, die frühere Hauptstadt von Montana Virginia City, die Geisterstadt Nevada City, die Grant-Kohr's Ranch National Historic Sites und das Museum für die Geschichte der Prärieindianer in Browning.
Zwischen 1864-1889 wurde Montana als Territorium organisiert, es entstand aus der Umbildung des größeren Idaho Territory. Im ersten Jahr als Territorium war Bannack die Hauptstadt, Bannack wurde jedoch etwas später (1865) von Virginia City als Capitol City abgelöst. 1875 wurde der Hauptstadtsitz noch einmal, in die heutige Hauptstadt Helena, verlagert. Die Aufnahme in die Vereinigten Staaten von Amerika erfolgt im Jahr 1889 - Montana wird somit 41. Bundesstaat der USA.
Zeitleiste
1743 Die beiden Händler Louis-Joseph und Francois Vérendrye erreichen als erste Europäer das Gebiet des heutigen Montanas
1803 Im Zuge des Louisiana Purchase gelangt das Gebiet des heutigen Ost-Montana in die Hände der USA
Die Flagge von Montana zeigt das Siegel des Bundesstaates auf blauem Grund. Sie entstand aus einer Truppenfahne, die ursprünglich von Freiwilligenverbänden im Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 benutzt wurde. Die Flagge in ihrer jetzigen Form stammt aus dem Jahr 1905, der Name "Montana" wurde jedoch erst 1981 hinzugefügt.
Das Siegel zeigt die Landschaft Montanas und die typische Gerätschaften der Siedler in der Zeit der ersten Besiedelung. Im Hintergrund geht über den Bergen, den Wäldern und den Wasserfällen des Missouri (sieheGreat Falls) die Sonne auf. Im Vordergrund sichtbar sind die in der Landwirtschaft und im Bergbau genutzten Werkzeuge der ersten Siedler und Bewohner, Spitzhacke, Schaufel und Pflug. Das Band im unteren Teil enthält den spanischen Schriftzug "Oro y plata" (deutsch Gold und Silber), ein Verweis auf die Geschichte der Gold- und Silberfunde.
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