Seine Schilderung des Aufstiegs gilt als Geburtsstunde des Alpinismus, da hier erstmals das Bergsteigen als Selbstzweck dargestellt wird:
«Den höchsten Berg dieser Gegend, den man nicht unverdient Ventosus, den Windumbrausten, nennt, habe ich am heutigen Tage bestiegen, einzig von der Begierde getrieben, diese ungewöhnliche Höhenregion mit eigenen Augen zu sehen.« (Quelle: Helmuth Zebhauser, Frühe Zeugnisse der Alpenbegeisterung, München 1986)
Der Gipfel ist einer der wenigen Orte von denen man gleichzeitig bei sehr gutem Wetter das Mittelmeer und die höchsten Gipfel der Alpen und der Pyrenäen sehen kann. Regel: Fällt der Berg aus der Ebene nicht auf, gilt dieses nicht! Die UNESCO erklärte 1990 den Mont Ventoux zum Biosphärenreservat, um das Überleben der Pflanzenvielfalt langfristig zu sichern.
1951 stand der Mont Ventoux erstmals bei der Tour de France auf dem Streckenplan. Obwohl er bis heute erst 13 Mal erklommen wurde (zuletzt 2000 und 2002), hat er sich zu einem der legendärsten Gipfel der Tour entwickelt und gehört mit dem Col du Galibier, dem Col du Tourmalet und L'Alpe d'Huez zu den »heiligen Bergen« der Frankreich-Rundfahrt.
Der schwerste von drei möglichen Anstiegen (von Bedoin im Südwesten) überwindet auf rund 21 km mehr als 1600 Höhenmeter bei einer durchschnittlichen Steigung von 7,6 Prozent.
Neben der schweren Steigung ist der Mont Ventoux bei den Radrennfahrern vor allem wegen seiner auf der kahlen Kuppe im Sommer mörderischen Hitze und starken Winds berüchtigt.
1967 gelangte der Mont Ventoux zu trauriger Berühmtheit:
Am 13. Juli brach der englische Radprofi Tom Simpson kurz vor dem Gipfel erschöpft zusammen und verstarb noch an der Unglücksstelle.
Es stellte sich heraus, dass Simpson, ein starker Klassikerfahrer, eine hohe Dosis von Amphetaminen und wohl auch Alkohol zu sich genommen hatte.
Drei Jahre später, 1970, gewann Eddy Merckx auf dem Weg zu seinem zweiten Toursieg die Ventoux-Etappe, hatte sich beim Anstieg aber so verausgabt, dass er nach dem Ziel einen Schwächanfall erlitt und Sauerstoff verabreicht bekommen musste.
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