In der nach Saul Kripke benannten Interpretation der Modallogik betrachtet man alle "logisch möglichen Welten". Ein Kripke-Modell besteht aus einer Menge solcher Welten, einer Zugänglichkeitsrelation zwischen ihnen und einer Interpretation der Aussagenvariablen in jeder einzelnen der Welten.
Die Wahrheit einer Formel in einer möglichen Welt ist dann wie folgt definiert: aussagenlogische Tautologien gelten in allen Welten, eine Formel gilt in einer Welt genau dann, wenn ihre
Nezessisierungsregel: Wenn in allen Welten φ gilt, so gilt auch in allen Welten
._
Darüber hinaus benötigt man als Schlussregeln den Modus ponens und die universelle Substitution.
Je nach Anwendung und intendierter Semantik kann man weitere Axiomenschemata hinzufügen, etwa:
1.
(T)
2.
(4)
3.
(5)
4.
(B)
5.
(D)
Diese Schemata entsprechen in der obigen Reihenfolge der Reflexivität,
Transitivität, Euklidizität (Linkskomparativität), Symmetrie und Serialität (Linkstotalität) der Zugänglichkeitsrelation.
Eine der am häufigsten verwendeten Modallogiken, S5, basiert auf den Axiomenschemata K, T und 5. Auch andere Kombinationen der erwähnten Axiomanschemata sind sinnvoll und gebräuchlich.
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