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Mitteldeutscher Rundfunk

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Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts (Landesrundfunkanstalt) für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Mitteldeutschland) mit Sitz in Leipzig. Der MDR ist Mitglied der ARD.


[Bild extern:] Die MDR-Zentrale in Leipzig


Inhaltsverzeichnis


1 Studios des MDR

2 Programme des MDR

  2.1 Fernsehen

  2.2 Hörfunk

3 "Klangkörper" des MDR

4 Sendeanlagen

5 Geschichte

  5.1 Intendanten des MDR seit 1991

6 Bekannte MDR-Produktionen

7 Weblinks


Studios des MDR

Der MDR hat insgesamt ca. 2.000 Mitarbeiter. Er unterhält sein Hauptfernsehstudio in Leipzig und sein Haupthörfunkstudio in Halle (Saale). In den Landeshauptstädten Dresden, Erfurt und Magdeburg befinden sich Landesfunkhäuser.


Programme des MDR

Der MDR veranstaltet alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen Rundfunk- bzw. Fernsehanstalten derzeit folgende Fernseh- und Hörfunkprogramme:


Fernsehen



Hörfunk

  • MDR1 Radio Sachsen - Landesprogramm für Sachsen
  • MDR1 Radio Sachsen-Anhalt - Landesprogramm für Sachsen-Anhalt
  • MDR1 Radio Thüringen - Landesprogramm für Thüringen
  • Sputnik - Programm für junge Menschen
  • Jump - Popwelle
  • MDR Figaro - kulturelles Wortprogramm und regionale Klassikübertragungen
  • MDR info - Nachrichten- und Informationsprogramm
  • MDR Klassik nur über DAB zu empfangen - klassische Musik


"Klangkörper" des MDR

Der MDR verfügt über zwei eigene Klangkörper:


  • MDR Sinfonieorchester; das Orchester wurde 1915 als "Orchester des Konzertvereins" gegründet und 1924 in das "Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig" überführt; Chefdirigenten waren u.a. Herbert Kegel und Wolf-Dieter Hauschild
  • MDR Chor; gegründet 1946 als "Rundfunkchor Leipzig"


Der MDR hat auch die Federführung beim MDR Fernsehballett, dem einzigen Fernsehballett Europas. Es ging 1992 aus dem 1962 gebildeten "DFF-Fernsehballett" hervor und hat 30 Mitglieder.


Sendeanlagen

Der MDR besitzt keine eigenen Sendeanlagen. Es werden zur Verbreitung der Programme Anlagen der Deutschen Telekom AG verwendet.


Geschichte

Der Mitteldeutsche Rundfunk hat seine Vorgeschichte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als 1946 in Leipzig von der sowjetischen Besatzung der "Sender Leipzig" errichtet wurde. Dieser wurde auch als "Mitteldeutscher Rundfunk" bezeichnet. Ihm waren die Landessender Dresden, Halle und Weimar sowie die Studios Chemnitz und Magdeburg angeschlossen. Im Zuge der Zentralisierung in der DDR im Jahre 1952, bei der u.a. auch die fünf Bundesländer aufgelöst wurden, trat auch im Rundfunkwesen eine Änderung ein. Inzwischen war auch in der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide das neue Funkhaus entstanden. Von hier aus wurden ab 1952 alle Rundfunkprogramme der DDR ausgestrahlt. Im September 1952 wurde der Sender Leipzig schlicht zum Programm "Berlin III" mit einem Unterhaltungsprogramm umgewandelt. Doch wurde bereits im August 1953 die Rundfunkstruktur neu organisiert. Es entstanden die Programme Deutschlandsender, Berliner Rundfunk und Radio DDR. An der Zentralität wurde also festgehalten. Damit gab es in diesem Bereich keine regionale Rundfunkanstalt mehr.


Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten 1990 wurde auch die Rundfunksituation in der ehemaligen DDR neu geregelt. So entstand am 31. Mai 1991 der MDR als Dreiländeranstalt für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet. Zuvor sendeten in den 3 Bundesländern noch die aus Zeiten der DDR übernommenen Programme. Am 1. Januar 1992 nahm der MDR seinen Sendebetrieb auf.


Im Fernsehen startete er mit dem sog. "Dritten Fernsehprogramm" MDR Fernsehen. Das Programm ist seit 27. August 1993 auch über Satellit in nahezu ganz Europa zu empfangen. Auf dem Unterträger des MDR-Programms startete bereits am 14. März 1992 das regionale Videotext-Angebot des MDR, das zunächst noch gemeinsam mit dem ORB (ORB/MDR-Text) veranstaltet wurde und seit 1. Januar 1997 allein vom MDR (MDR-Text) gesendet wird.


Seit 1993 beteiligt sich der MDR auch am ARD-Gemeinschaftsprogramm.


Im Hörfunk starteten am 1. Januar 1992 die drei Landes-Programme MDR 1 Radio Sachsen (mit täglichen Regionalprogrammen aus den Studios Dresden, Chemnitz, Bautzen und Leipzig), MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt (mit täglichen Regionalprogrammen aus den Studios Magdeburg, Stendal, Dessau und Halle) und MDR 1 Radio Thüringen (mit täglichen Regionalprogrammen), das Popmusik-, Service- und Unterhaltungsprogramm MDR life, das Informationsprogramm MDR info, das vorwiegend klassische Musik verbreitende Programm MDR Kultur und das vom DDR-Rundfunk übernommene Jugendprogramm DT 64, das zunächst über UKW, ab 1. Juli dann über Mittelwelle ausgestrahlt wurde.


Am 1. Mai 1993 wurde das Jugendprogramm MDR DT 64 in das Programm Sputnik überführt, das bereits seit 1. März über Satellit ausgestrahlt wurde.


Am 1. Januar 2000 wurde das Unterhaltungsprogramm "MDR life" wegen Erfolgslosigkeit vom neuen Hörfunkprogramm JUMP abgelöst.


Als letztes Hörfunkprogramm startete der MDR das Digitalprogramm MDR Klassik am 6. Mai 2002. Das Programm wird rund um die Uhr über DAB ausgestrahlt. Seither verbreitet der MDR insgesamt 8 Hörfunkprogramme.


Am 1. Januar 2004 wurde MDR Kultur in MDR Figaro umbenannt.


Intendanten des MDR seit 1991

  • 1991 - heute: Prof. Dr. Udo Reiter


Bekannte MDR-Produktionen

Der MDR produziert für die ARD unter anderem auch Kriminalfilme der Sendereihen Tatort (mit Peter Sodann) und Polizeiruf 110 (mit Jaecki Schwarz) sowie die erfolgreiche Krankenhausserie In aller Freundschaft.


Weblinks



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