Der MDR hat insgesamt ca. 2.000 Mitarbeiter. Er unterhält sein Hauptfernsehstudio in Leipzig und sein Haupthörfunkstudio in Halle (Saale). In den Landeshauptstädten Dresden, Erfurt und Magdeburg befinden sich Landesfunkhäuser.
Programme des MDR
Der MDR veranstaltet alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen Rundfunk- bzw. Fernsehanstalten derzeit folgende Fernseh- und Hörfunkprogramme:
Fernsehen
Das Erste Erstes Deutsches Fernsehen - Gemeinschaftsprogramm der ARD
MDR Fernsehen - Drittes Fernsehprogramm für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit landeseigenen Regionalprogrammen
Phoenix - gemeinsamer Ereigniskanal der ARD und des ZDF
MDR Klassik nur über DAB zu empfangen - klassische Musik
"Klangkörper" des MDR
Der MDR verfügt über zwei eigene Klangkörper:
MDR Sinfonieorchester; das Orchester wurde 1915 als "Orchester des Konzertvereins" gegründet und 1924 in das "Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig" überführt; Chefdirigenten waren u.a. Herbert Kegel und Wolf-Dieter Hauschild
MDR Chor; gegründet 1946 als "Rundfunkchor Leipzig"
Der MDR hat auch die Federführung beim MDR Fernsehballett, dem einzigen Fernsehballett Europas. Es ging 1992 aus dem 1962 gebildeten "DFF-Fernsehballett" hervor und hat 30 Mitglieder.
Sendeanlagen
Der MDR besitzt keine eigenen Sendeanlagen. Es werden zur Verbreitung der Programme Anlagen der Deutschen Telekom AG verwendet.
Geschichte
Der Mitteldeutsche Rundfunk hat seine Vorgeschichte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als 1946 in Leipzig von der sowjetischen Besatzung der "Sender Leipzig" errichtet wurde. Dieser wurde auch als "Mitteldeutscher Rundfunk" bezeichnet. Ihm waren die Landessender Dresden, Halle und Weimar sowie die Studios Chemnitz und Magdeburg angeschlossen. Im Zuge der Zentralisierung in der DDR im Jahre 1952, bei der u.a. auch die fünf Bundesländer aufgelöst wurden, trat auch im Rundfunkwesen eine Änderung ein. Inzwischen war auch in der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide das neue Funkhaus entstanden. Von hier aus wurden ab 1952 alle Rundfunkprogramme der DDR ausgestrahlt. Im September 1952 wurde der Sender Leipzig schlicht zum Programm "Berlin III" mit einem Unterhaltungsprogramm umgewandelt. Doch wurde bereits im August 1953 die Rundfunkstruktur neu organisiert. Es entstanden die Programme Deutschlandsender, Berliner Rundfunk und Radio DDR. An der Zentralität wurde also festgehalten. Damit gab es in diesem Bereich keine regionale Rundfunkanstalt mehr.
Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten 1990 wurde auch die Rundfunksituation in der ehemaligen DDR neu geregelt. So entstand am 31. Mai1991 der MDR als Dreiländeranstalt für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet. Zuvor sendeten in den 3 Bundesländern noch die aus Zeiten der DDR übernommenen Programme. Am 1. Januar1992 nahm der MDR seinen Sendebetrieb auf.
Im Fernsehen startete er mit dem sog. "Dritten Fernsehprogramm" MDR Fernsehen. Das Programm ist seit 27. August1993 auch über Satellit in nahezu ganz Europa zu empfangen. Auf dem Unterträger des MDR-Programms startete bereits am 14. März1992 das regionale Videotext-Angebot des MDR, das zunächst noch gemeinsam mit dem ORB (ORB/MDR-Text) veranstaltet wurde und seit 1. Januar1997 allein vom MDR (MDR-Text) gesendet wird.
Seit 1993 beteiligt sich der MDR auch am ARD-Gemeinschaftsprogramm.
Im Hörfunk starteten am 1. Januar1992 die drei Landes-Programme MDR 1 Radio Sachsen (mit täglichen Regionalprogrammen aus den Studios Dresden, Chemnitz, Bautzen und Leipzig), MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt (mit täglichen Regionalprogrammen aus den Studios Magdeburg, Stendal, Dessau und Halle) und MDR 1 Radio Thüringen (mit täglichen Regionalprogrammen), das Popmusik-, Service- und Unterhaltungsprogramm MDR life, das Informationsprogramm MDR info, das vorwiegend klassische Musik verbreitende Programm MDR Kultur und das vom DDR-Rundfunk übernommene Jugendprogramm DT 64, das zunächst über UKW, ab 1. Juli dann über Mittelwelle ausgestrahlt wurde.
Am 1. Mai1993 wurde das Jugendprogramm MDR DT 64 in das Programm Sputnik überführt, das bereits seit 1. März über Satellit ausgestrahlt wurde.
Am 1. Januar 2000 wurde das Unterhaltungsprogramm "MDR life" wegen Erfolgslosigkeit vom neuen Hörfunkprogramm JUMP abgelöst.
Als letztes Hörfunkprogramm startete der MDR das Digitalprogramm MDR Klassik am 6. Mai2002. Das Programm wird rund um die Uhr über DAB ausgestrahlt. Seither verbreitet der MDR insgesamt 8 Hörfunkprogramme.
Am 1. Januar2004 wurde MDR Kultur in MDR Figaro umbenannt.
Der MDR produziert für die ARD unter anderem auch Kriminalfilme der Sendereihen Tatort (mit Peter Sodann) und Polizeiruf 110 (mit Jaecki Schwarz) sowie die erfolgreiche Krankenhausserie In aller Freundschaft.
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