Die Mitralklappe ist eine der beiden AV(aterio-venöse)-Klappen im menschlichen Herzen, und funktioniert wie ein Ventil das den Rückfluss des Blutes aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof bei der Kontraktion verhindern soll. Sie ist, auf Grund ihrer Form ähnlich einer Mitra und danach benannt.
1. Mitralstenose, bei der auf Grund einer Erkrankung, wie zum Beispiel Verkalkung oder Vernarbung der Klappe, diese nicht mehr richtig öffnet. Quantifiziert wird eine solche Stenose zum Einen über die noch verbleibende Öffnungsfläche, zum Anderen über den Druckgradienten der sich über der Klappe aufbaut.
2. Mitralklappeninsuffizienz, bei der die Klappe nicht mehr richtig schließt. Ursache können zum Beispiel Abriss oder relative Verkürzung der Haltefäden, Perforation oder Überdehnung eines Klappensegels und Erweiterung des Klappenringes sein. Das Maß einer Insuffizienz wird in Graden von I° (leicht) bis IV° (schwer) angegeben.
Neben den "reinen" Stenosen und Insuffizienzen kommen vor allem auch Mischformen mit unterschiedlicher Gewichtung einer der beiden Faktoren vor.
Ursachen
Neben angeborenen Problemen mit der Mitralklappe gilt das (nicht (ausreichend) behandelte) Rheumatisch Fieber bzw. eitrige Infektionen in der linken Herzkammer als Ursachen der Erkrankungen der Mitralklappe.
Wenn die Klappe nicht mehr richtig schließt, fließt bei der Kontraktion Blut zurück in den Vorhof, so genanntes Pendelblut. Es kommt zur Vergrösserung des linken Vorhofs und zum Rückstau in die Lungenvenen. Der Druck in den Lungenarterien steigt, es entsteht eine "passive pulmonale Hypertonie", der Lungenhochdruck. Dieser kann nach längerer Zeit nicht mehr umkehrbar sein und zum Sauerstoffmangel führen.
Diagnostik
Leitsymptom sind Atemnot, meist bläuliches Hautcolorit und z.T. zusätzliche Herztöne. Bestätigt wird die Diagnose in aller Regel durch eine Ultraschall-Untersuchung.
Therapie
Neben der notwendigen Senkung der meist reaktiv erhöhten Herzfrequenz gibt es die Möglichkeit, mittels Herzkatheter eine so genannte Ballondilatation durchzuführen. Verschieden Operationsverfahren ermöglichen zudem eine Klappenrekonstruktion und, je nach Schwere der Klappenschädigung, den operativen Ersatz. Dabei besteht die Möglichkeit des Ersatzes entweder durch mechanische oder biologische Prothese. Beide Klappentypen existieren in unterschiedlichen technischen Ausführungen. Mechanische Klappen sind vor allem aus Metall und Kunstoff, biologische Klappen aus Perikard von Rind, Pferd oder Schwein gefertigt.
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