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Mithras

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[Bild extern:] Kultrelief des Mithras, Rom 2. Jahrhundert


Mithras ist eine römische Göttergestalt, die im Mithraismus verehrt wurde. Der Name Mithras geht auf den persischen Gott Mithra zurück. Jedoch weist der römische Mithras relativ große Unterschiede zu Mithra auf, so dass die beiden nicht gleichgesetzt werden können.


Inhaltsverzeichnis


1 Mithra in Persien

2 Mitra / Mithras in Kleinasien

3 Mithras im Römischen Reich

  3.1 Mythologie

  3.2 Mithras als Sonnengott

4 Literatur

5 Weblinks


Mithra in Persien

In Persien ist die Figur des Mithra bereits seit dem 14. Jahrhundert v. Chr. bekannt und vermutlich identisch mit dem altindischen Mitra. Mithras bzw. Mithra war ein alt-arischer, aus dem kleinasiatischen Raum, sowie Indien und Iran bezeugter Gott des Rechtes, der Lichtgott. Zarathustra bekämpfte den Mithra-Kult vehement; trotzdem kam es zu einer Vermischung von Zarathustras Lehren und den Lehren der Mithra-Anhänger, insbesondere unter den Magern der Sassaniden-Zeit.


Der Name Mithra bedeutet im Persischen "Vertrag". Im Altindischen bedeutet Mitra "Bund" oder "Freund".


Der bekannte Okkultist Aleister Crowley buchstabiert Mithras als Baphomitr ,worin "mitos" ,das orphische Wort für Samen enthalten ist.


Da der Sonnengott auch Assoziationen zum armenischen Malek-Tha (auch Melek-Tha) aufweist ,sehen manche Templerforscher eine Verbindung zum Baphometh ,die sich nicht ausschließlich von Crowleys Übersetzung ableitet.


Mitra / Mithras in Kleinasien

[Bild extern:] Halbrelief von König Antiochus (69-31 v. Chr.) und Mithra


Erste Aufzeichnungen über Mitra sind durch Tontäfelchen aus Hattuša, der Hauptstadt des Hethiterreiches bekannt, auf denen ein Vertrag zwischen den Hethitern und deren Nachbarvolk, die Mitanni abgeschlossen wurde. Auf diesen, in das 14. Jahrhundert v. Chr. datierten Täfelchen gilt Mitra als Schirmherr des Vertrages.


Verschiedene Herrschernamen im Pontischen Reich sowie später der Parther lauten Mithridates = dem Mithras den Namen gab. Der Erste, Mithridates I. (Ktistes) aus Pontus, führte diesen Namen ab 281 v. Chr.. Bekannt wurde Mithridates VI. (Eupator), der nahezu ein halbes Jahrhundert zwischen dem römischen Reich und den Parthern paktierte.


Mithras im Römischen Reich

Nach Plutarch erfuhren die Römer den Kult durch Seeräuber aus Kilikien die von Pompejus 67 v. Chr. entscheidend bekämpft wurden. Durch römische Legionäre gelangte der sittlich strenge, auf Männer abgestellte Mithraskult danach in das Römische Reich.


Er erreichte seinen Höhepunkt im 2. und 3. Jahrhundert und unterlag im 4. Jahrhundert dem Christentum.


Es ist umstritten, ob der kleinasisch-römische Mithras eine Adaption des persischen Mithra darstellt oder ob er auf eigene Wurzeln zurückgeht und lediglich mit diesem assoziiert wurde. Siehe mehr dazu unter Mithraismus.


Mythologie

Mithras wurde von einem Vatergott ausgeschickt, um die Welt zu retten. Er wurde von einer Jungfrau in einer Felsenhöhle geboren und wirkte verschiedene Wunder auf der Erde. In der mithräischen Ikonographie wird Mithras als Jüngling dargestellt, der eine phrygische Mütze trägt. Die Innenseite von Mithras' Mantel ist oft wie ein Sternenhimmel dekoriert.


[Bild extern:] Mithrasrelief aus Neuenheim, 2. Jahrhundert


Die zentrale Geschichte des Mithraismus ist die von einer Stiertötung. Mithras hat den Stier verfolgt, überwältigt und in seine Höhle getragen. Dort tötet er ihn durch einen Dolchstoß in die Schulter. Aus dem Blut und Samen des Stieres erneuert sich alles Leben auf der Welt.


Mithras als Sonnengott

Bei den Römern bekam Mithras auch den Beinamen Sol invictus (lat. "der unbesiegbare Sonnengott"). Viele antike Abbildungen zeigen Mithras gleichrangig mit dem Sonnengott Helios oder als Sieger über den sich ihm unterwerfenden Helios. Mithras bekam möglicherweise den Beinamen Sol Invictus, um auszudrücken, dass er die Rolle des neuen Kosmokrators (Beherrschers des Kosmos) übernommen hatte, die vorher Helios besaß.


Auch der persische Gott Mithra war Jahrhunderte zuvor schon mit der Sonne gleichgesetzt und als Sonnengott verehrt worden.


Literatur

  • H.W. Stoll: Mythologie der Griechen und Römer. Kettwig: Athenaion [1996], Seite 359-361. Friedrich Kurts, a.a.O., Seite 26-32).
  • Vermaseren, Marten, J.: Mithras. Geschichte eines Kultes. Kohlhammer Verlag. 1965.


Weblinks



siehe auch: Mitra (Göttin)


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