Minsk ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes, Sitz der Staatlichen Belarussischen Universität, mehrerer Hochschulen sowie höherer Bildungseinrichtungen. Es gibt einen festen Zirkusbau sowie ein bekanntes Opern- und Balletthaus.
Geschichte
Anfang des Jahres 1067 wurde Minsk erstmals als Menesk erwähnt. Seit 1101 ist es Hauptstadt eines unabhängigen Fürstentums, das 1129 dem Kiewer Reich angegliedert wurde. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte es zu Litauen, im 16. Jh. wurde Minsk zu einer wichtigen Handelsstadt. Seit 1796 war Minsk Hauptstadt Weißrusslands (russisches Gouvernement) und 1812 durch Napoleons Truppen zerstört. Anfang des 20. Jh. war Minsk oft Schauplatz von Kriegen: 1914/15 Sitz des russischen Oberkommandos im Ersten Weltkrieg, 1919/20 polnisch besetzt (siehe Geschichte Polens). Im Zweiten Weltkrieg wurde Minsk zerstört und verlor seine jüdische Bevölkerung, die während der deutschen Besetzung ermordet wurde. Nach dem Krieg fand ein großzügiger Wiederaufbau mit breiten Straßen und großen Parks statt. In der Innenstadt wurde das Straßennetz z.B. vollständig zu Gunsten eines Schachbrettgrundrisses umgeworfen, neue repräsentative Gebäude (v.a. für die Verwaltung) entstanden. In den 1980ern wurde die Minsker Metro eröffnet (der Ausbau des bisher zwei Linien umfassenden Streckennetzes dauert an), 1992 kam ein neuer Flughafen "Minsk 2" hinzu.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert in Minsk sind die Altstadt um die Kathedrale, das alte Bernardinerinnenkloster, die Traezkae-Vorstadt (altstädtisches Viertel), der Skariny-Boulevard (innerstädtischer Prachtboulevard) sowie die Flusspromenade am Swislatsch.
Verkehr
Minsk hat eine wichtige Funktion als internationaler Verkehrsknotenpunkt in Osteuropa. In Minsk kreuzen sich die Verkehrswege Paris-Moskau und Nordeuropa-Ukraine, sowohl, was den Eisenbahn-, als auch was den Straßenverkehr betrifft. Dem öffentlichen Verkehr dient eine Metro U-Bahn mit zwei Linien. Minsk besitzt zwei Flughäfen: Minsk 1 (national) und 2(international).
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