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Minh, Ho Chi
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[Bild extern:] Ho Chi Minh


Ho Chi Minh (Vietnamesisch Hồ Chí Minh, auf Deutsch Ho Tschi Minh) war ein vietnamesischer Revolutionär und Staatsmann. Er lebte vom 19. Mai 1890 bis 3. September 1969. Sein Geburtsname lautet Nguyễn Sinh Cung, während er in Vietnam nach wie vor als "Bác Ho" (Onkel Ho) bekannt ist.


Da Ho Chi Minh keine Tagebuchaufzeichnungen geführt hat, ist es schwierig, in seinem Lebenslauf von Legende und Wirklichkeit zu unterscheiden.


Hos Vater war ein konfuzianistischer Gelehrter und ließ Ho eine vom Konfuzianismus stark beeinflusste Erziehung angedeihen. Von 1915 bis 1923 lebte er in England und Frankreich, wo er mit dem Kommunismus in Kontakt kam. 1918 verlangte Ho von Frankreich die Unabhängigkeit für Vietnam, jedoch ohne Erfolg. 1919 verlangte er Gleichberechtigung für Indochina auf der Friedenskonferenz von Versailles. Nach langen Aufenthalten bei Kommunisten in Moskau zog er nach Hongkong, wo er die Kommunistische Partei Indochinas gründete.


[Bild extern:] Ho Chi Minh in Uniform


1941 kehrte er unter dem Pseudonym Ho Chi Minh ("Der, der erleuchtet") nach Vietnam zurück und erklärte die Unabhängigkeit Vietnams von Frankreich. Er führte die Viet Minh und leitete erfolgreiche militärische Operationen gegen die japanischen Besatzungstruppen und später gegen die Franzosen, die versuchten, das Land wieder zu besetzen (1946-1954). 1954 wurde er Präsident der Demokratischen Republik Nordvietnam (er hatte sich schon 1946 zum Präsidenten Vietnams ausgerufen, aber das wurde international nicht anerkannt).


In den 60er Jahren war er eine der treibenden Kräfte in den Versuchen, Nordvietnam und Südvietnam gewaltsam wiederzuvereinigen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1969 mußte er fast pausenlos Krieg führen, erst gegen Frankreich und Japan, später im Vietnamkrieg gegen die USA. Dabei wurde von ihm der bekannte Ho Chi Minh Pfad für den heimlichen Transport von Gebrauchsgütern von Nord- nach Südvietnam eingerichtet.


Obwohl Ho für einen einfachen Lebensstil, Bescheidenheit und Integrität bekannt ist, war er während seiner Präsidentschaft wie nach seinem Tod das Zentrum eines großen Personenkults. 1975 bekam die Stadt Saigon den Namen Ho-Chi-Minh-Stadt. In Hanoi wurde ein Mausoleum errichtet, wo sein einbalsamierter Leichnam gegen seinen Willen ruht (er wollte, dass seine Leiche verbrannt und die Asche in Nord- und Südvietnam verteilt wird).


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