Seine Kindheit verbrachte Miller in Nebraska, Oklahoma und Colorado. Im Hochschulorchester von Fort Morgan spielte er Zugposaune, das erlaubte ihm, zwei Jahre kostenfrei zu lernen. Nach einem Abstecher in die Universität von Colorado trat er 1926 der »Ben Pollack Band« bei, die er zwei Jahre später wieder verließ. Von 1929 bis 1937 spielte er als unabhängiger Posaunist bei Red Nichols, Benny Goodman, Ray Noble's American Band und den Dorsey Brüdern. Mit seiner ersten eigenen Band machte Miller 1937 einige Aufnahmen bei Brunswick und Decca, aber noch im selben Jahr ging die Gruppe auseinander.
Dann kam im Frühjahr 1938 der Durchbruch. Miller gründete eine neue Band und bekam einen Dreimonatsvertrag im Glen Island Casino auf Long Island. Durch viele Rundfunksendungen wurde sein neuer »Sound« bekannt, in dem die Klarinette den Saxophonsatz führt. Seine Eigenkomposition »Moonlight Serenade« wurde zu seiner Erkennungsmelodie. 1939 ging es weiter mit »Little Brown Jug« (sein erster Millionen-Hit), »In the Mood«; 1940 »Pennsyvania 6-5000« und »Tuxedo Junction«; 1941 mit »Chattanooga-choo-choo« und »String of Pearls«.
Im September 1942 verließ Miller sein Orchester und ging zur US-Luftwaffe. Dort leitete er die »American Air Force Band«, die er 1944 nach Großbritannien begleitete. Nach der Befreiung von Paris sollte sein Orchester im Dezember 1944 dort im »Olympia« auftreten. Über dem Ärmelkanal verschwand das Kleinflugzeug, das Miller nach Frankreich bringen sollte.
»The Glenn Miller Story«, Regie Anthony Mann, 1952 mit James Stewart in der Titelrolle
Unbestätigte Gerüchte um Glenn Millers Tod
Um Millers Tod ranken sich Gerüchte. Nach der offiziellen Version ist sein Flugzeug verschollen. Später wurde berichtet, sein Flugzeug sei durch eine zurückkehrende englische Bomberstaffel, die ihre Bombenlast in den Ärmelkanal abwarfen, versehentlich getroffen worden und daraufhin abgestürzt.
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