Arthur Miller gilt als einer der gesellschaftskritischsten Dramatiker der neueren Zeit. Diese Einordnung wird meist anhand seines erfolgreichsten und mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Stücks, "Death of a Salesman" (1949), belegt, in dem er präzise die Traumwelt des Protagonisten Willy Loman analysiert und zerlegt. Jene Traumwelt kann als Abbild der zeitgenössischen US-amerikanischen Gesellschaft aufgefasst werden, welche sowohl in der Bühnendarstellung als auch in der Realität nicht mehr entlang der Idealvorstellungen (American Dream) exisitiert, sondern lediglich ein im Zusammenbruch begriffenes Überbleibsel von ersehnten Zuständen ist.
Millers Drama über den Niedergang der Ideale der US-amerikanischen Gesellschaft wurde 1985 unter der Regie von Volker Schlöndorff verfilmt. Als Darsteller des Willy Loman trat Dustin Hoffman auf, sein Sohn Biff wurde verköpert von John Malkovich.
Arthur Miller liefert mit seinen Werken auch Parallelen zu politischen Zuständen und Entwicklungstendenzen im zeitgenössischen Kontext. Sein Drama "The Crucible" (verfilmt 1957: "Die Hexen von Salem" von Raymond Rouleau mit Simone Signoret und Yves Montand und 1996: "The Crucible" von Nicholas Hytner mit Daniel Day-Lewis und Winona Ryder), welches auf wahren Begebenheiten basiert, gibt die Ereignisse in Salem im Jahr 1692 wieder, als einige der letzten Hexenverbrennungen durchgeführt wurden. Die Entwicklung hin zu diesen Verbrechen ist gekennzeichnet durch eine Art Hetzkampagne, die durch Intrigen und persönliche Interessen vorangetrieben und verschärft wird. Die Parallelität zur McCarthy-Ära in den USA der 50er Jahre und die damit einhergehende sog. "Kommunistenjagd" brachten Miller viele berufliche und private Schwierigkeiten. 1957 wurde Miller verurteilt, da er sich weigerte, vor einem Untersuchungsausschuss Namen von ihm bekannten Kommunisten zu nennen. Das Urteil wurde nach Ende der "Kommunistenhysterie" zurückgenommen, wodurch sich Miller beruflich wieder etablieren konnte und seine Stücke bis heute immer wieder aufgeführt und gefeiert werden.
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