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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem modernen Menschen, der Art Homo sapiens. Für seine näheren Anverwandten siehe auch die Gattung Mensch (Homo), für die etwas entfernteren Anverwandten und Vorfahren die Familie der Hominidae.


Tabelle


Aus biologischer Sicht ist der moderne Mensch (Homo sapiens) ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Damit gehört er zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorhini) und dort zur Familie der echten Menschen (Hominidae).


Inhaltsverzeichnis


1 Das etwas andere Tier

2 Entwicklung

3 Biologie

  3.1 Anatomie

  3.2 Genetische Verwandtschaft

4 Soziologie

  4.1 Personalität

5 Religion

6 Verwandte Themen

7 Weblinks


Das etwas andere Tier

Auch wenn der Mensch heute zu den Tieren gezählt wird, so unterscheidet er sich in vermutlich zwei, sicher in einem Kriterium von den heute bekannten übrigen Tierarten:


Mit Bestimmtheit lässt sich wohl sagen, dass beim Menschen die biologische Evolution zu Gunsten einer kulturellen Evolution in den Hintergrund geraten ist. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass der Mensch noch auf "normalem" Weg aussterben kann, von Katastrophenereignissen (wie einem Meteoriteneinschlag oder einer gigantischen Epidemie) einmal abgesehen: Aufgrund seiner kulturellen Fähigkeiten ist er in der Lage, sich veränderten Umweltbedingungen sehr viel besser anzupassen als jedes andere Tier. Die Evolution hat sich beim Menschen auf die Verbesserung dieser Kulturfähigkeiten (Schrift, Computer, gedankliche Konstrukte wie Mathematik, Religion oder Recht, Ausdruck von Gefühlen und Gedanken durch Kunst) ausgeweitet; diese Kulturtechniken unterliegen nunmehr selbst einem Evolutionsprozess. Ein "herkömmliches" Tier dagegen unterliegt mitsamt seiner Kultur der Evolution.


In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass andere Tiere nicht im selben Maße wie der Mensch die Fähigkeit besitzen, ihre im Phänotyp entwickelten Fähigkeiten, ihr erlerntes Wissen, auf die nachfolgenden Generationen zu übertragen. Der Mensch besitzt ein historisches Bewusstsein: Er steht nicht in der Notwendigkeit, Informationen entweder durch die genetische Vererbung zu erhalten oder Erfahrungen genauso wie seine Vorgänger immer aufs Neue selbst machen zu müssen, sondern er kann auf Handlungen und Informationen zurückgreifen, die viele Generationen vor ihm geschaffen haben (wobei es aber auch bei zahlreichen sonstigen Tierarten zur Traditionsbildung kommt, z. B. bei Menschenaffen). Der Mensch ist viel stärker als jedes andere Tier in der Lage, in seinem zeitlichen Bewusstsein Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft in kausale Zusammenhänge zu bringen. Somit kann er seine Handlungen vergleichen, um "viele Ecken herum" planen und somit eine Zukunft entwerfen, die er durch seine absichtlichen Handlungen schafft. Der Mensch ist in der Lage, die Lebensbedingungen seiner Art durch Arbeit bewusst zu gestalten.


Zum zweiten ist der Mensch - vermutlich als einziges Lebewesen auf der Erde - sich und seiner eigenen Sterblichkeit bewusst. Durch sein absehbares Sterben ergibt sich nur für den Menschen die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Leben nach dem Tod.


Nicht allein typisch für den Menschen, jedoch bei ihm besonders stark ausgeprägt, ist seine Eigenschaft, sich hochorganisiert in größeren Gruppen zusammenzuschließen. Dies wird begünstigt durch die komplexe Sprache des Menschen, die eine fortschreitende Arbeitsteilung ermöglicht. Auf der anderen Seite steht zu vermuten, dass die Entwicklung der Zivilisation auch die Entwicklung der Sprache in enger Wechselwirkung förderte und beides letztlich zu der hoch entwickelten Kultur führte, die die Menschheit heute besitzt.


Entwicklung

Mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit von ihren Anfängen bis zum heutigen Jetzt-Menschen beschäftigt sich die Paläanthropologie, deren wichtigste Datenquellen die Archäologie liefert. Noch immer sind die Vorgänge der Menschwerdung aus affenartigen Vorfahren im Osten Afrikas nicht endgültig aufgeklärt. Der gegenwärtige Stand der Erkenntnisse wird im Artikel Hominisation aufgezeigt.


Neben der biologischen Entwicklung ist für den Menschen jedoch auch seine kulturelle Entwicklung maßgeblich. Der kulturelle Entwicklungsstand des Menschen war zunächst über Jahrhunderttausende hinweg nahezu konstant. Mit der Entstehung des modernen Menschen und seiner nachfolgenden Auswanderung aus Afrika beschleunigte sich jedoch die kulturelle Innovation, bis seit Ende der letzten Eiszeit mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht der Mensch erstmals großräumig gestaltend in seine Umgebung eingriff. Seit dieser Zeit besitzt der Mensch eine über mehr als ein paar Generationen zurückreichende Geschichte, auf deren Grundlage die Individuen agieren.


Aus Sicht einiger christlicher Gruppen, die vor allem in den USA ein umfangreiches Unterstützerfeld haben, wird die Vorstellung, der Mensch könne sich aus tierischen Vorfahren entwickelt haben und diese Entwicklung hätte sich über Jahrmillionen hingezogen, entschieden abgelehnt. Die Argumente des Kreationismus stützen sich überwiegend auf die biblische Schöpfungsgeschichte.


Biologie

Anatomie

Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Gebilde, das zu 60% aus Wasser, ca. 20% Proteinen, 15% Fetten und 5% Mineralen besteht. Die Anatomie dieses Körpers ist im Artikel Anatomie des Menschen detailliert beschrieben: Wie bei anderen Wirbeltieren auch, lässt sich der Körper strukturieren in einen Stütz- und Bewegungsapparat, die inneren Organe, das Nervensystem und die Sinnesorgane. Doch greift die Reduktion auf eine rein funktionale Betrachtung des Körpers zu kurz, der Körper des Menschen stellt als Grundbedingung für die Existenz des Menschen einen unabdingbaren Rahmen für seinen Geist und sein Erleben der Welt dar.


Genetische Verwandtschaft

Der Mensch hat DNA-Sequenzen, die mit der von Säugetieren und anderen Lebewesen teilweise identisch ist. Anhand der Übereinstimmung dieser Basenpaarketten kann man eine Verwandtschaft ableiten. Untereinander haben Menschen 99,9% des Erbguts gemeinsam. So stimmen die Basenpaarketten mit Schimpansen zu 96-98% und mit Schweinen zu 90% überein. Interessant ist auch die Tatsache, dass der Mensch zu 75% der Basenpaarketten mit Fadenwürmern übereinstimmt und zu 60% mit Taufliegen.


Soziologie

Personalität

Rechtlich gesehen ist der Mensch eine Person, deren Status je nach Staat unterschiedlich festgelegt ist. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen soll in jedem Staat einen Grundstatus vorgeben. Dieses Ideal ist aber nicht überall verwirklicht.


Religion

Menschen entwickeln und entwickelten unterschiedliche Religionen und Glaubensvorstellungen.


Dabei handelt der Mensch selbst als glaubendes, betendes, Riten ausübendes Subjekt, als auch als Objekt religiöser Riten und Anbetungen.


Verwandte Themen



Weblinks



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