Der Sohn des jüdischen Gemeindeschreibers Mendel Heymann aus Dessau lernte als Muttersprache das späte West-Jiddisch. Deutsch, später Latein, Französisch und Englisch eignete er sich im Selbststudium an. Mendelssohn besuchte seit 1735 die höhere Schule für Talmud-Studien. Im Herbst 1743 setzte er in Berlin seine Talmud-Studien fort. Seinen Unterhalt verdiente Mendelssohn zunächst durch Abschreiben hebräischer Texte.
Enge Kontakte hielt Moses Mendelssohn mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim, der in Halberstadt als Domsekretär lebte und junge Dichtertalente mit Geld und freundlicher Anteilnahme unterstütze. In Gleims 1769 im Berlin erschienenes Bändchen mit Oden widmet er ein Gedicht auch dem Sokrates Mendelssohn. 1768 ließ Johann Wilhelm Ludwig Gleim für den Freundschaftstempel ein Porträt Mendelssohns anfertigen. Auf die Rückseite schrieb er wie immer, warum und von wem das Bild gemalt wurde: »Moses Mendelssohn, wegen seines Phädon, gemalt von Christian Bernhard Rode«. 1933 wurde das Bild aus der Ausstellung entfernt. Sein Verbleib scheint bis heute ungeklärt.
Nicht wenig wurde Mendelssohns Leben durch die Freundschaften mit Gotthold Ephraim Lessing, der ihm 1779 in seinem Nathan ein bleibendes Denkmal setzte, und Friedrich Nicolai bestimmt. 1759 gründete Friedrich Nicolai die »Briefe, die neueste Literatur betreffend«. In diesen »Literaturbriefen« rezensierten Lessing, Mendelssohn und Nicolai die Literatur ihrer Zeit. Sein »Phädon« 1767 wurde ein Bestseller. 1779 erschien Mendelssohns Übersetzung des Alten Testaments aus dem Hebräischen ins Deutsche. Die Übersetzung wurden übrigens in hebräischen Buchstaben gedruckt, weil viele der jüdischen Leser, für die das Werk bestimmt war, keine lateinischen Buchstaben lesen konnten.
Fünf Jahre nach Lessing stirbt Mendelssohn 1786. Sein letztes Werk »An die Freunde Lessungs«, Silvester 1785 fertig gestellt, erscheint einen Monat nach seinem Tod im Februar.
Britta L. Behm, Moses Mendelssohn und die Transformation der jüdischen Erziehung in Berlin. Eine bildungsgeschichtliche Analyse zur jüdischen Aufklärung im 18. Jahrhundert. Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland, Band 4. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann Verlag 2002.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin