Der Memory-Effekt ist eine Eigenschaft von NiCd-Akkus, der die Kapazität eines Akkus verringern kann.
Beim Aufladen eines Akkus können sich an der negativen ElektrodeCadmium-Kristalle bilden. Wurde der Akku nicht vollständig entladen, entsteht dadurch eine zweite, unerwünschte Ladestufe. Beim Entladen kann der Akku nur noch bis zu dieser Stufe genutzt werden, er merkt sich diese Stufe also. Durch weitere unvollständige Entladezyklen kann sich der Effekt hochschaukeln.
Die Bedeutung des Memory-Effekts ist stark umstritten, da eine Zelle schon mehrfach bis zur selben Entladestufe entladen werden müsste, damit der Memory-Effekt auftaucht. In der Praxis kommt das aber nur bei wenigen Geräten vor, beispielsweise bei schnurlosen Telefonen, die mehrmals nach einem kurzen Gespräch gleich wieder auf die Ladestation gelegt werden.
Es gibt auch die Ansicht, durch das Anlegen einer höheren Spannung (um die 10 Volt bei 1.2-Volt-Zellen) könne man die Kristalle aufbrechen und so den Memory-Effekt rückgängig machen.
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