wer ist, was ist, wo ist, wann war, was war - Lexikon / Chronik / Biografie / Wissen - Medientheorie


Werbung

Produkte / Services :|: Chronik CD :|: als Startseite | zu den | empfehlen :|: Impressum
Lexika @ InfoBitte.de :|: Universal-Lexikon | WeltKunst | Geteiltes Deutschland | Zweiter Weltkrieg
WeltChronik.de :|: Welt | Deutschland | Kultur/Kunst/Technik :|: BildDatenBank :|: Biografien

Navigation

WeltChronik
Deutsche Chronik
KulturChronik
Biografien
Bilddatenbank
Kalenderblatt
Epochen
Lexika @ InfoBitte.de
Produkte

Suchfunktionen
Chronik-Jahr direkt

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'
PARTNER
Ahnenforschung

Quellen für die Schule

FREE 4 WebMasters

Wir haben eine ganze Palette kostenloser Angebote von uns
für WebMaster und HomePage Besitzer aufbereitet

Holen Sie sich hier ab

was Sie gerne einsetzen würden
Suchfunktionen, Kalenderblatt, uam
für Ihre WebSite



Medientheorie

ein InfoBitte / WeltChronik
Sach-Artikel (Enzyklopädie / Lexikon)

Entwickelt von ICA-D aus der XML-Version der deutschen WikiPedia
© 2004/2005 ff by de.wikipedia.org, teilw. by ICA-D
blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Als Medientheorie werden spezifische oder generalisierte Forschungsansätze verstanden, die das Wesen und die Wirkungsweise von Einzelmedien oder der Medien generell zu erklären versuchen. Es werden darin häufig Rückbezüge genommen auf die Kommunikations- und die Informationstheorie.


Zur Zeit steht eine einheitliche Medientheorie noch aus. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass es bislang noch nicht gelungen ist, eine Rubrizierung nach technischen Medienbegriffen mit einer sinnvollen und stimmigen Definition von Medium in Einklang zu bringen.


Inhaltsverzeichnis


1 Systematik der Medientheorien

  1.1 primäre Intermedialität

  1.2 sekundäre Intermedialität

  1.3 rationalisierte Praxis

  1.4 Einzelmedienontologien

  1.5 generelle (generalisierende) Medientheorien

  1.6 generelle (generalisierende) Medienontologien

  1.7 Intermedialitätstheorien: sekundäre Intermedialität

2 Literatur


Systematik der Medientheorien

Es existieren verschiedene Ansätz zur Systematisierung vorhandener Medientheorien.


Werner Faulstich unterscheidet beispielsweise vier Kategorien von Medientheorien:


  • 1. Einzelmedientheorien: Film-, Radio, Fernseh-, Theater-, Buch- und Brieftheorien.
  • 2. kommunikationstheoretische Medientheorien: Betrachtung von Medien als Teil eines Kommunikationsprozesses.
    • Beispiel: Gerhard Maletzke: Theorie vom "Feld" der Massenkommunikation.
  • 3. gesellschaftskritische Medientheorien: explizit kritischer Ansatz; Unterscheidung nach dem emanzipatorischen Gehalt der Medientheorie, siehe auch emanzipatorische Medientheorien.
    • Beispiel: Dieter Prokop: Massenkommunikation im Kontext der kapitalistischen Gesellschaft.
  • 4. systemtheoretische Medientheorien: Kommunikation als Teil oder Form des gesellschaftlichen Handelns.
    • Beispiel: Talcott Parsons: Geld und Macht als zentrale gesellschaftliche Interaktionsmedien.


Bei einem objektorientierten Ordnungsprinzip werden ebenfalls vier Gruppen von Einzelmedien unterschieden:


  • Primärmedien: ohne Einsatz von Technik;
  • Sekundärmedien: Technikeinsatz bei der Produktion;
  • Tertiärmedien: Technikeinsatz bei der Produktion und Rezeption;
  • Quartärmedien: Technikeinsatz bei der digitalen Distribution.


Folgende Ansätze lassen sich in einem Phasenmodell nach Rainer Leschke (2001) als Ordnungsmodelle unterscheiden:


primäre Intermedialität

Ansätze der primären Intermedialität beschäftigen sich vor allem mit dem Verhältnis unterschiedlicher Medien zueinander (Medienvergleich); diese Ansätze entstehen meist, wenn eine neue Medientechnik entwickelt wird oder wenn ein Funktionswandel eintritt, beispielsweise beim Übergang zum Massenmedium. Sie sind vortheoretisch und beschränken sich auf Einzelaussagen über ihre Untersuchungsgegenstände.


Beispiele:


  • Vannevar Bush: As we may Think. In: The Atlantic Monthly, July 1945
  • J. C. R. Licklider, Robert W. Taylor: The Computer as a Communication Device. In: Science and Technology, April 1968. S. 21-41


sekundäre Intermedialität

Siehe Intermedialitätstheorien


rationalisierte Praxis

Wenn sich ein neues Medium etabliert hat, setzt eine an der Praxis orientierte Reflexion ein; dabei werden schwerpunktmäßig nicht mehr Vergleiche mit anderen Medien angestellt, es tritt dagegen das betrachtete Einzelmedium und dessen spezifische Eigenschaften in den Mittelpunkt, beispielsweise die Montage bei Sergej Eisenstein. Diese medientheoretischen Ansätze der rationalisierten Praxis erheben nicht den Anspruch einer vollständigen Theorie des Mediums - sie sind ebenfalls vortheoretisch - und versuchen, relevante Teilbereiche zu systematisieren.


Beispiele:


Brechts so genannte Radiotheorie:


  • Bertolt Brecht: Radio - Eine vorsintflutliche Erfindung? In: Derselbe: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Bd. 18, 133.-137. Tsd., Frankfurt a. M., S. 119-121
  • Bertolt Brecht: Vorschläge für den Intendanten des Rundfunks. In: Derselbe: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Bd. 18, 133.-137. Tsd., Frankfurt a. M., S. 121-123
  • Bertolt Brecht: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. In: Derselbe: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Bd. 18, 133.-137. Tsd., Frankfurt a. M., S. 127-134
  • Bertolt Brecht: Über Verwertungen. In: Derselbe: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Bd. 18, 133.-137. Tsd., Frankfurt a. M., S. 123-124

  • Sergej M. Eisenstein: Montage der Attraktionen. Zur Inszenierung von A. N. Ostrovskijs Eine Dummheit macht auch der Gescheiteste im Moskauer Proletkult. In: Franz-Josef Albersmeier [Hrsg.]: Texte zur Theorie des Films. Stuttgart, S. 46-57 1990
  • Howard Rheingold: Tools for Thought. 1986
  • Howard Rheingold: Virtuelle Gemeinschaft: Soziale Beziehungen im Zeitalter des Computers. Bonn, Paris, Reading (Massachusetts) u.a. 1994
  • Sherry Turkle: Leben im Netz. Identität in Zeiten des Internet. Rheinbek bei Hamburg, 1998
  • Dziga Vertov: Schriften zum Film. Hrsg. von W. Beilenhoff. München, 1973


Einzelmedienontologien

Einzelmedienontologien versuchen, das Wesen eines neuen Mediums, das sich bereits etabliert hat, zu bestimmen. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen gehen sie dabei methodisch und systematisch vor; sie beschäftigen sich nicht mehr nur mit Details des Mediencharakters, sondern streben Allgemeingültigkeit in Bezug auf das Einzelmedium an. Einzelmedienontologien sind nur eingeschänkt auf andere Medien übertragbar.


Beispiele:


  • Rudolf Arnheim: Rundfunk als Hörkunst. München, Wien, 1979
  • Rudolf Arnheim: Film als Kunst. 11.-12. Tsd., Frankfurt a M., 1988
  • Béla Balázs: Der Geist des Films. Frankfurt a. M., 1972
  • Béla Balázs: Der Film. Werden und Wesen einer neuen Kunst. 4. Aufl., Wien, 1972
  • André Bazin: Was ist Kino? Bausteine zur Theorie des Films. Köln, 1979
  • Gilles Deleuze: Das Bewegungs-Bild. Kino 1. Frankfurt am Main, 1989
  • Gilles Deleuze: Das Zeit-Bild. Kino 2. Frankfurt am Main, 1991
  • Werner Faulstich: Radiotheorie. Eine Studie zum Hörspiel The war of the worlds (1938) von Orson Welles. Tübingen, 1981
  • Siegfried Krakauer: Theorie des Films. Die Errettung der äußeren Wirklichkeit. 2. Auflage, Frankfurt am Main, 1993.


generelle (generalisierende) Medientheorien

Generelle beziehungsweise generalisierende Medientheorien werden entwickelt, um mehrere Medien theoretisch zu erfassen; sie werden in der Regel unter Rückgriff auf die Modelle und Methoden anderer Wissenschaftsdisziplinen wie der Kultur- oder Sozialwissenschaften entworfen. Sie ersetzten die Einzelmedienontologien nicht, sondern ergänzen diese.


Beispiele:


  • Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Drei Studien zur Kunstsoziologie. 11. Aufl., Frankfurt a. M. 1979
  • John Dewey: Kunst als Erfahrung. Frankfurt a. M. 1988
  • Umberto Eco: Apokalytiker und Integrierte. Zur kritischen Kritik der Massenkultur. 9.-11. Tsd., Frankfurt a. M. 1989
  • Hans Magnus Enzensberger: Baukasten zu einer Theorie der Medien. In: Kursbuch 20, S. 159-186, 1980 - Enzensbergers so genannter Medienbaukasten
  • Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: Kulturindustrie. In: dieselben: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 56.-60. Tsd. Frankfurt a. M., S. 108-150
  • Niklas Luhmann: Die Realität der Massenmedien. 2., erw. Aufl. Opladen 1966
  • Klaus Merten, Siegfried J. Schmidt, Siegfried Weischenberg [Hrsg.]: Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Opladen 1994
  • Siegfried J. Schmidt: Kalte Faszination. Medien-Kultur - Wissenschaft in der Mediengesellschaft. Weilerswist, 2000
  • Matthias Vogel: Medien der Vernunft. Frankfurt a. M. 2001


generelle (generalisierende) Medienontologien

Generelle beziehungsweise generalisierende Medienontologien versuchen, über die Aussagen der generellen (beziehungsweise generalisierenden) Medientheorien hinaus zu gehen und allgemeingültige Aussagen über das Wesen und die Struktur von Medien an sich zu machen und eine Universaltheorie zu schaffen; mit diesem Allgemeinheitsanspruch schließen sie eine Koexistenz mit der generellen Medientheorie aus, sie sind inkompatibel zueinander. Außerdem lösen sich generelle Medienontologien von benachbarten Wissenschaftsdisziplinen und stellen eigenständige medientheoretische Paradigmen auf.




Intermedialitätstheorien: sekundäre Intermedialität

Die Ansätze der sekundären Intermedialität versuchen, Intermedialität zu verallgemeinern und eine generelle Medientheorie zu schaffen; sie bestimmen das Wesen von Medien aus der Interferenz der Medien zueinander. Sie bilden somit eine spezielle Variante der generellen Medienontologie.


  • Thomas Eicher, Ulf Bleckmann [Hrsg.]: Intermedialität. Vom Bild zum Text. Bielefeld 1994
  • Jürgen E. Müller: Intermedialität. 1996
  • Karl Prümm: Intermedialität und Multimedialität. Eine Skizze medienwissenschaftlicher Forschungsfelder. In: Rainer Bohn, Eggo Müller; Rainer Ruppert [Hrsg.]: Ansichten einer künftigen Medienwissenschaft. Berlin 1988


Siehe auch: Infosphäre, Gutenberg-Galaxis


Literatur

Textsammlungen:


  • Günter Helmes, Werner Köster: Texte zur Medientheorie. Ditzingen: Reclam, 2002. ISBN_3150182395


Übersichtsdarstellungen:




Lexika:


  • Helmut Schanze (mit Susanne Pütz): Metzler Lexikon Medientheorie, Medienwissenschaft: Ansätze - Personen - Grundbegriffe. Stuttgart [u.a.] : Metzler, 2002. ISBN_3476017613


blättern» voriger Artikel | Hauptseite | nächster Artikel «blättern

Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter




Wörterbuch


Produkte
2000 Jahre
Chronik CD-ROM


Kalenderblatt in
Schmuckblatt
Ausführung


Geburtstags-Bios

Suchen/Google-Ads
Kalenderblatt
druckfertig
( DirectDownloads )
Kalenderblätter
druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter
zum Selbstdrucken

im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5
über Click&Buy
JAN | FEB | MÄRZ
APRIL | MAI | JUNI
JULI | AUG | SEPT
OKT | NOV | DEZ

Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen
Andere Einzeltage
oder Zahlungsarten

bitte HIER bestellen


© 2000 ff by ICA-D, D-76751 Jockgrim, Germany
Verantwortlich im Sinne des Presse- und Multimedia-Rechts: Dipl.-Ing. Rainer Detering, Waidweg 18, 76189 Karlsruhe


| Immer | Unsere | InfoBitte weiterempfehlen
KALENDERBLATT von HEUTE | SUCH-Funktionen ALLE und nach BEREICHEN | Startseite
Welt-Chronik | Kunst-, Kultur-, Technik-Geschichte | Deutsche Chronik | 2000 Biografien | Bild-Datenbank
Gesetzestexte | SkateGuide | Online Jigsaw Puzzles | GeschenkTip | Produkte, Services, Impressum



*NEU* bei InfoBitte *NEU*



die deutsche WikiPedia
bei InfoBitte.de mit
650,000 Querverweisen zu
2000 Jahre Chronik



InfoBitte
Portal zu Portalen
Hauptseite


Suchfunktionen

Wissen, Biografien, Geschichte
besser gezielt suchen mit
domain-Filterung

die Links führen im neuen Fenster
zu den jeweiligen Hauptseiten,
das Anklicken eines Buttons zur
Filterung für die Google-Suche



Google
Lexika @ InfoBitte.de

ib InfoBitte.de (alle Lexika)
ib Universal-/Hand-Lexikon
die WikiPedia @ InfoBitte
ib L. WeltKunstGeschichte
ib L. Geteiltes Deutschland
ib L. Zweiter Weltkrieg

2000 Jahre Chronik

WeltChronik.de (Texte)
  
WeltChronik auf CDROM
deutsche Geschichte
Kultur-/TechnikGeschichte
WeltChronik Bilder
Chronik Biografien

Google
2000 Jahre Chronik
offline auf CDROM

Hier Kaufen


WeltChronik Jahr...
(eigene Suchfunktion)

Nur Zahl eingeben
Bereich: '0'-'2001'





Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin