Westlich (sowie (nördlich und südwestlich) von Mayen erhebt sich in einer Geländestufe die Eifel. Östlich öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder-Becken, das wiederum in den Nordteil Pellenz und den Südteil Maifeld unterteilbar ist, die landläufig noch zur Eifel gerechnet werden. Daher kommt die Bezeichnung "Mayen, das Tor zur Eifel".
Das kleine Flüsschen Nette (Mittelrhein) durchfließt die Stadt von der Eifel kommend in Richtung Weißenthurm am Rhein und dient nicht zuletzt auch der ansässigen Papierindustrie.
Geschichte
Bereits in der römischen Zeit war Mayen ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Hier waren von dem Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa verbreitet wurden. Eine noch ältere - vorgeschichtliche - Nutzung erfuhren die Steinbrüche im Umfeld, deren Basalt in Mayen zu Mühlsteinen und deren Tuff zu Sarkophagen weiterverarbeitet wurden. Diese Sarkophage fanden sich mit bedeutenden gläsernen Beigaben auf dem Gräberfeld (heute im Museum auf der Genovevaburg).
Der Name Mayen leitet sich wahrscheinlich aus dem Namen Megina her, der 847 erstmalig urkundlich den Ort in der Ebene beziehungsweise auf dem Feld (keltisch "magos") bezeichnet.
Namentlich ist Mayen möglicherweise verwandt mit dem süd-östlich liegenden Maifeld, da Mayen im Mittelalter auch als Hauptstadt des Meiengaus bezeichnet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt, insbesondere bei den Luftangriffen vom 12. Dezember1944 und vom 2. Januar1945, zu ca. 90 Prozent zerstört und erst nach besonderer Abstimmung wurde der Wiederaufbau beschlossen.
Bis 1973 war Mayen Kreishauptstadt des Landkreises Mayen (KFZ-Kennzeichen MY). Die Kreisverwaltung wurde dann nach Koblenz verlegt und der Kreis umbenannt in Landkreis Mayen-Koblenz mit dem neuen KFZ-Kennzeichen MYK.
Einige Einkaufszentren außerhalb, schöne Innenstadt mit Fußgängerzone, Krankenhaus, Rettungsleitstelle.
Industrie
Basalt-, Schiefer-, Papierindustrie, Maschinenbau, Aluminium- und Kunststoffverarbeitung.
Sehenswürdigkeiten
Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert darin das Eifelmuseum, Pfarrkirche St. Clemens mit verdrehtem Turm (Wahrzeichen der Stadt, 1945 wiedererrichtet), Lapideapark des Mayener Bildhauersymposiums im Grubenfeld, Vulkaninfostation des Vulkanparks.
Nicht weit entfernt im Nettetal: Schloss Bürresheim.
Veranstaltungen
Lukasmarkt: Jahrmarkt im Oktober mit einer Woche Fahrgeschäften (Karussels etc.) sowie (von der ursprünglichen Idee her) zwei Tagen Viehmarkt und Krammarkt.
Burgfestspiele: Mehrere Wochen im späten Frühjahr in denen im Innenhof der Genovevaburg jährlich unterschiedliche Theateraufführungen stattfinden.
Bildungseinrichtungen
In Mayen befindet sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHÖV Mayen), sowie ein Gymnasium (Megina), eine Realschule (Albert-Schweitzer), zwei Hauptschulen (Hinterburg, St. Veit), eine Berufsschule, mehrere Grundschulen eine Imkerfachschule und eine Dachdeckerfachschule.
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