In einer Zeit der konfessionellen Unruhen an die Macht gekommen, versuchte er ausgleichend zu wirken und vertrat die Idee, der Kaiser müsse über den Konfessionen stehen. Man sagt ihm auch persönliche Sympathien für den Protestantismus nach, die Legende will sogar wissen, er sei auf dem Totenbett konvertiert. 1571 gestand er dem protestantischen Adel seiner österreichischen Erbländer die freie Religionsausübung zu. Dies galt allerdings nicht für die Städte, in denen somit die Gegenreformation einsetzen konnte. In seiner Eigenschaft als König von Böhmen nahm er 1575 in Prag von den Ständen die Böhmische Konfession entgegen. Er hat dieses gemeinsame Bekenntnis aller protestantischen Strömungen Böhmens aber nur mündlich akzeptiert und nie durch einen Majestätsbrief offiziell sanktioniert.
Maximilians evangelische Neigungen trugen ihm bereits das Mißtrauen seines Vaters Ferdinand I. ein, der für ihn die so genannte Stallburg erbaute, um nicht unter einem Dach mit ihm wohnen zu müssen. Dort ist heutzutage die Spanische Hofreitschule untergebracht.
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