1486 wurde er zum König des Heiligen Römischen Reichs gewählt, sieben Jahre später, 1493, wurde er Kaiser desselbigen. Im folgenden Jahr marschierte Frankreich in Italien ein, was zu den längerfristigen Italienischen Kriegen führte, die erst nach Maximilians Tod zu Gunsten des Reiches entschieden werden konnten.
Von seinen Versuchen, die Struktur des Heiligen Römischen Reiches zu reformieren, hatte immerhin die Institution der Reichskreise Bestand.
Maximilian nahm 1508 die Kaiserwürde mit Zustimmung des Papstes an.
Um den wachsenden Druck, der durch Verträge der Herrscher Frankreichs, Polens, Ungarns, Böhmens und Russlands auf dem Reich lastete, zu vermindern, aber auch Böhmen und Ungarn für Habsburg zu sichern, traf sich Maximilian1515 mit den jagiellonischen Königen Wladislaw II. von Ungarn und Böhmen und Sigismund I. von Polen in Wien. Die dort arrangierten Hochzeiten brachten Habsburg ein Jahrzehnt später die Königswürde über Ungarn und Böhmen ein. Maximilians Nachfolger als Kaiser war sein Enkel Karl V., sein Sohn Philipp war bereits 1506 gestorben.
Sein Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck blieb unvollendet.
Maximilian machte sich um die Förderung des Geisteslebens in seinem Reich verdient; er setzte sich für den Humanismus ein und brachte die Künste voran. Er gab auch poetische Werke heraus, die von ihm konzipiert waren und von Mitarbeitern gestaltet wurden. Der Theuerdank allegorisiert Maximilians Brautwerbung, der Weißkunig (unvollendet) berichtet von seinen Taten bis 1513 und der nur als Plan vorhandene Freydal von seinen Turnieren.
Wohl vermittelt über Willibald Pirckheimer trat Maximilian 1512 zu Albrecht Dürer in Verbindung; ab 1515 erhielt Dürer eine jährliche Rente von 100 Gulden vom Kaiser.
Literatur
Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Verlag C.H. Beck : München 2003, 624 S., 5. Abb., 3 Karten und 7 Stammtafeln.
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