Die Mausopossums (Caenolestidae) oder Opossummäuse bilden die einzige Familie der Beuteltierordnung Paucituberculata. Die Familie setzt sich aus fünf Arten zusammen.
Im Tertiär, als Südamerika von den anderen Kontinenten abgesondert war, war die Ordnung Paucituberculata weit aufgefächert und umfasst mehrere Familien. Nach der Einwanderung plazentaler Säuger mit Entstehen der Landbrücke von Panama wurden sie immer mehr zurückgedrängt, sodass heute nur eine Familie überlebt hat. Zusammen mit den Beutelratten bilden die Mausopossums die Beuteltier-Überordnung Ameridelphia, die mit Ausnahme der Chiloé-Beutelratte alle Beuteltiere des amerikanischen Kontinents umfasst. Sie unterscheiden sich in mehreren Punkten von den australischen Beuteltiere, zum Beispiel dadurch, dass Spermien immer paarweise auftreten.
Verbreitung
Mausopossums bewohnen das westliche Südamerika, sie finden sich in den Anden Kolumbiens, Ecuadors und Perus sowie im Süden Chiles (auf der Insel Chiloé und dem angrenzenden Festland).
Beschreibung
Mausopossums ähneln den Spitzmäusen. Da diese (außer im äußersten Norden) in Südamerika nicht vorkommen, haben Mausopossums zum Teil auch deren ökologische Nische besetzt. Wie Spitzmäuse haben sie einen länglichen Kopf. Ihre Körperlänge beträgt rund 9 bis 13 cm lang, dazu kommt ein ungefähr ebenso langer Schwanz. Das Fell ist weich und dick, es ist meistens braun, grau oder schwarz gefärbt.
Lebensweise
Mausopossums bewohnen feuchte, kühle, dicht bewaldete Regionen. Die Gattungen, die in den Anden leben, bewohnen gebirgiges Terrain in einer Höhe von 2000 bis 4000 m. Die chilenische Art lebt in Feuchtwäldern vom Meeresniveau bis rund 1000 m Höhe.
Es sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die vorwiegend am Boden leben, aber mit Hilfe ihres Schwanzes, den sie als Stütze einsetzen, auch gut klettern können. Bei der Nahrungssuche laufen sie schnell vorwärts, dazu legen sie im dichten Gebüsch auch Laufwege an. Während ihr Geruch und ihr Gehör ausgezeichnet ist, ist der Gesichtssinn wenig entwickelt.
Nahrung
Die Nahrung der Mausopossums besteht vorwiegend aus Insekten und Würmern, gelegentlich auch kleinen Wirbeltieren oder Früchten.
Fortpflanzung
Über die Fortpflanzung der Mausopossums ist wenig bekannt. Die Weibchen haben je nach Spezies vier bis sieben Zitzen, aber keinen Beutel.
Bedrohung
Da Mausopossums sehr unzugängliches Terrain bewohnen, werden relativ wenige Exemplare gesehen. Dennoch dürften sie noch relativ häufig vorkommen. Abholzungen in Chile führen dazu, dass die chilenische Opossummaus laut IUCN als bedroht (vulnerable) gilt.
Gattungen und Arten
Caenolestes: 3 Arten in den Anden Kolumbiens, Ecuadors und Nordperus
C. caniventer
C. convelatus
C. fuliginosus
Lestoros
L. inca (Peruanische Opossummaus, im mittleren in südlichen Peru)
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin