Mairie ist ein französischer Begriff für einen Ort mit einem Maire (= Bürgermeister) an der Spitze. Mairie bedeutet grob übersetzt also Bürgermeisterei.
Der Begriff bezeichnet die unterste französische Verwaltungseinheit während der Zeit der Besetzung des Rheinlands durch Napoléon. Die heutigen Gemeindestrukturen im Rheinland, insbesondere im linksrheinischen Teil, sind häufig noch geprägt durch die von den Franzosen geschaffenen Verwaltungseinheiten. Die Gebiets- und Verwaltungsstrukturen der Kurfürsten- und Herzogtümer etc. wurden von den Franzosen zerschlagen und völlig neu strukturiert. Die Gliederung in Mairie, Kanton und Departemént entsprach etwa der heutigen französischen Verwaltungsstruktur. Nach der Niederlage Napoleons fiel das Rheinland an die Preußen, die aus der Mairie eine Bürgermeisterei machten, aber die Gebietsaufteilung weitgehend beibehielten. Aus den Kantonen wurden Landratsämter bzw. Landkreise.
Beispiele für Mairien: Eschweiler an der Inde wurde 1800 zur Mairie erhoben. Ein weiteres Beispiel ist die Mairie Oedekoven bei Bonn.
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