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Maastricht

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Maastricht (ca. 122.000 Einwohner) ist die älteste Stadt der Niederlande und Hauptstadt der Provinz Limburg. Die Stadt liegt im äußersten Südosten der Niederlande zwischen Belgien und Deutschland. Maastricht liegt an beiden Seiten der Maas. Der Name der Stadt ist aus dem lateinischen Mosae Traiectum (Maasübergang) überliefert, welcher auf die Brücke zurückgeht, die unter Augustus von den Römern errichtet wurde.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Geographie

3 Sehenswürdigkeiten

4 Weblinks


Geschichte

Eine frühe christliche Diözese verlor die Stadt im 8. Jahrhundert an die nahegelegene Stadt Lüttich. Maastricht entwickelte sich im Mittelalter zu einer Stadt mit doppelter Autorität, die sich der Bischof von Lüttich und der Herzog von Brabant, der die Stadt 1202 zum Lehen bekam, teilten. Die Rechte beider wurden in der Alde Caerte festgelegt.


Im 13. Jahrhundert wurde die Sankt-Servatiusbrücke gebaut, die damals der nördlichste Übergang der Maas war. Die Brücke ist immer noch vorhanden, wurde allerdings 1932 verbreitert.


Von 1632 wurde die Rolle der Herzöge von den niederländischen Generalstaaten übernommen, nachdem Friedrich Heinrich die Stadt den Spaniern übernommen hatte. Die Dualität blieb, bis die Eroberung und Annexion durch die Franzosen dem 1794 ein Ende setzte.


Nach der Übernahme wurde die Festung Maastricht auf Kosten der Generalstaaten modernisiert. Unter Leitung des Baumeisters Dumoulin entstand die so genannte Linie von Dumoulin.


1673 starb der Musketier D'Artagnan vor der Stadtmauer in der Nähe des Stadttors Tongersepoort. Im Jahr 2003 wurde an dieser Stelle ein Denkmal aufgerichtet. Trotzdem wurde Maastricht von den Franzosen erobert. Ein Teil der Stadt (das Jekerquartier) wurde durch das Bombardament völlig zerstört und musste neu erbaut werden. Um dieses in der Zukunft zu verhindern, wurde 1701-1702 das Fort Sint-Pieter auf dem Sint-Pietersberg gebaut.


Nach der Napoléonischen Zeit wurde Maastricht 1815 Teil des Vereinigten Königreiches der Niederlande. Als sich die südlichen Provinzen vom Norden unabhängig erklärten und 1830 den Staat Belgien gründeten, blieb die Garnison in Maastricht loyal zum niederländischen König Wilhelm I. und wurde 1839 mit dem östlichen Teil von Limburg trotz der Nähe zu Belgien endgültig niederländisch. Wegen der resultierenden exzentrischen Lage war Maastricht eher auf Belgien und Deutschland fokussiert als auf den Rest der Niederlande, was der Stadt einen wenig niederländischen Charakter gab. Auch die 1976 gegründetete Universität Maastricht gibt sich ein betont internationales Profil und hat in einigen Fachbereichen mehr als 50 Prozent ausländische - zumeist deutsche - Studenten.


1992 wurde hier der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union führte.


Geographie

Maastricht hat eine Eisenbahnverbindung nach Lüttich (Belgien) und auch nordwärts nach Eindhoven und weiter. Über Heerlen ist die Stadt auch mit einer Bahn nach Aachen verbunden, auf der aber nur wenige Personenzüge fahren. Wer von Aachen nach Maastricht oder umgekehrt reisen will, nimmt normalerweise den Bus, der zwischen den beiden Hauptbahnhöfen verkehrt.


Die Autobahn A2 verbindet Maastricht mit Amsterdam und Lüttich, die A79 mit Heerlen.


In Maastricht fängt die Autoroute du Soleil an (Richtung Belgien).


Sehenswürdigkeiten

  • Bonnefantenmuseum
  • Rathaus
  • Vrijthof (Friedhofplatz) mit Sankt-Servatiusdom und Sankt-Johann
  • Liebfrauenplatz mit -kirche
  • Servatiusbrücke
  • Jekerquartier
  • Bonbonnière (altes Stadttheater)
  • Generaalshuis (neues Stadttheater)
  • Linie von Dumoulin
  • Grotten Sint-Pietersberg
  • Kasematten
  • Dinghuis (mittelalterliches Gerichtsgebäude)
  • Helpoort (mittelalterlicher Stadttor) mit Stadtmauer


Südlich der Stadt liegt der St. Pietersberg mit dem Fort St. Pieter (gebaut von 1701-1702 und die Grotten von St. Pieter mit über 20.000 Gängen. In den Höhlen herrscht eine konstante Temperatur von 10°C und sie sind Überwinterungsplätze für Fledermäuse. Zu bestimmten Zeiten werden auch Führungen gegeben, vom 28. Juni bis zum 31. August auch in deutscher Sprache.


Weblinks



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