Die Lutherbibel ist eine Übersetzung des Alten- und Neuen Testaments in die deutsche Sprache durch Martin Luther. Er selbst revidierte bis zu seinem Tod immer wieder den Text. Nach seinem Tod wagte die evangelische Kirche lange Zeit nicht, den Text zu verändern. Erst Ende des 19. Jahrhunderts erfuhr der Text eine notwendige Revision. Gewagtere Veränderungen, wie in der Revision von 1975 versucht, finden in der Kirche jedoch keinen Rückhalt.
kurz danach - 1. Makkabäer, in 2. Auflage ergänzt durch die Historia von der Susanna und Daniel sowie von Bel und dem Drachen zu Babel
1533 - direkte Vorbereitungen für Gesamtausgabe; Revisionen von Pentateuch, historische und poetische Bücher des Alten Testaments, vor allem 1. Mose
4. bis 11. Oktober1534 - zur Michaelismesse lag die vollständige Fassung ungebunden in 900 Folioblättern, in sechs Teilen mit je eigenem Titelblatt und eigener Blattzählung vor: Pentateuch, historische und poetische Bücher, Propheten, Apokryphen, NT
1975 - Abschluss einer Nachrevision (im Alten Testament nur geringe technische Korrekturen), deren Einführung von zwei Gliedkirchen und in Österreich abgelehnt wird.
1984 - 3. Revision des Neuen Testaments wird akzeptiert. Namensschreibung über ganze Bibel neu geregelt.
Einfluss auf die deutsche Sprache
Mit seiner Übersetzung gelang es Luther zu zeigen, dass mit der deutschen Sprache alle Gedanken und Empfindungen ausgedrückt werden konnten und man keine Anleihen bei anderen Sprachen, wie dem Lateinischen machen musste. Seit dieser Übersetzung wurde Deutschland mit deutschsprachigen Büchern regelrecht überschwemmt. Luther wurde so zum Schöpfer des Neuhochdeutschen. Jakob Grimm urteilte: "Man darf das Neuhochdeutsche in der Tat als den protestantischen Dialekt bezeichnen." Das gilt insofern, als Luther mit seiner Übersetzung, die Hunderttausende von Lesern und Hörern erreichte, das Neuhochdeutsche zum Allgemeingut machte.
Literatur
Siegfried Meurer im Auftrag der Dt. Bibelgesellschaft (Hrsg.): Die Bibel in der Welt. Band 21: "Die neue Lutherbibel. Beiträge zum revidierten Text 1984". Stuttgart. 1985
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