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Luftkissenfahrzeug

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Ein Luftkissenfahrzeug oder Hovercraft ['hɒvəkraːft] ist ein Fahrzeug, das durch eine Luftschicht getragen wird.


Es wird meistens als Luftkissenboot für die Fahrt auf dem Wasser eingesetzt.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

2 Typen

  2.1 SES

  2.2 Vollhovercraft

3 siehe auch

4 Weblink


Geschichte

Entwickelt wurde das Luftkissenboot in den 1950er Jahren durch den britischen Ingenieur Christopher Cockerell. Aus ersten Experimenten mit leeren Zinnkannen, einem Staubsauger und Küchenwaagen ließ er ein 60cm langes Arbeitsmodell bauen. Im Jahr 1955 ließ er das Gerät patentieren und nannte es Hovercraft.


1957 führte Cockerell sein Gerät dem britischen Militär vor. Sie waren zwar nicht daran interessiert, stellten es jedoch unter Geheimhaltung, sodass Cockerell seine Erfindung ein Jahr lang nirgends vorführen durfte.


Nach der "Deklassifizierung" 1958 konnte er schließlich die National Research Development Corporation, eine von der britischen Regierung finanzierte Organisation, überzeugen, das Gerät für kommerzielle Zwecke zu entwickeln.


Im Frühling 1959 durchquerte das erste Luftkissenfahrzeug den Ärmelkanal. Von 1962 an gab es in Großbritannien Hovercraft-Passagierdienste.


Typen

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Luftkissenfahrzeugen:


  • 1. SES (SurfaceEffectShips)
  • 2. Vollhovercrafts


SES

Ein SES ist ein Schiff in Katamaran-Bauweise (zwei Rümpfe), wobei am Bug- und Heckbereich durch eine flexible Schürze aus Gummimaterial der Bereich zwischen den beiden Rümpfen abgedichtet ist.


Mit leistungsstarken Gebläsen wird permanent Luft in den Raum zwischen den Rümpfen und den Schürzen geblasen.


Dadurch hebt sich das Boot teilweise aus dem Wasser und beginnt bei schnellerer Fahrt zu gleiten. Der Antrieb eines SES erfolgt mit herkömmlichen Schiffspropellern, die Steuerung mit konventionellen Ruderblättern.


Mit SES sind etwa Geschwindigkeiten von 28 bis 30 Knoten (50-54 km/h) erzielbar.


Vollhovercraft

[Bild extern:] Luftkissenfahrzeug der US Marine


Bei diesen Fahrzeugen ist der gesamte Rumpf rundherum mit einer flexiblen Schürze versehen. Wieder wird durch Gebläse ein permanentes Luftkissen im umkleideten Bereich aufgebaut.


Auf diesem Luftkissen schwebt das Boot quasi berührungslos über dem Boden (nur die Schürzen liegen am Boden an).


Vollhovercrafts können sowohl im Wasser als auch an Land fahren.


Der Antrieb erfolgt mit Luftpropellern, die Steuerung mit Luftrudern (analog zum Flugzeug).


siehe auch

Gaskissengleitbahn, Luftkissenschwebebahn

Weblink



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