Die Könige wurden von den Kurfürsten gewählt, der Wahlmodus ist seit dem Jahr 1356 in der Goldenen Bulle niedergelegt. Sie führten den Titel Rex Romanorum ("römischer König"), der nach einer Kaiserkönung durch den Papst, die - falls überhaupt - anlässlich einer Anwesenheit in Rom geschah, in "Romanorum Imperator" ("Römischer Kaiser", in der modernen Literatur Römisch-deutscher Kaiser) abgewandelt wurde. Ab Maximilian I. wurde die förmliche Krönung in Rom unterlassen, der Regent war (gegenüber Rom) mächtig genug, den Titel selbst anzunehmen.
1198: Doppelwahl von zwei dt. Königen, Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig, dem späteren Otto IV.. Beide werben bei Papst Innozenz III. um die Kaiserwürde; der spricht sich 1200/1201 für Otto aus, behält sich 1202 im Dekretale Venerabilem das letzte Wort vor und "bestätigt" darin erneut Otto den Anspruch auf die Kaiserwürde. 1208 wird Philipp ermordet, erst 1209 wird dann mit Otto wieder ein Kaiser gekrönt:
Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Verlag C.H. Beck : München 2003, 624 S., 5. Abb., 3 Karten und 7 Stammtafeln.
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