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Langwelle

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Mit Langwelle (abgekürzt LW) oder langwellig werden in der Physik diejenigen Wellen bezeichnet, die im jeweiligen Spektrum die niedrigsten Frequenzen aufweisen. Im Bereich des Lichts sind das beispielsweise die Infrarot-Bereiche mit Frequenzen um 10 THz(1013 Hz) bis 100 THz (1014 Hz) - zum Vergleich: kurzwellige Ultraviolettstrahlung liegt im Bereich unter 1 PHz (10 15 Hz). Langwelliges Licht ist aber im Vergleich viel kurzwelliger als jegliche Radiowellen, bei denen die Einteilung wiederum innerhalb des Radiospektrums erfolgt. Die langwellige Strahlung liegt hier zwischen 30 und 300 kHz. In der Rundfunktechnik können in diesem Bereich mittels starker Sender (bis 2500 kW) Signale über weite Strecken, aber mit begrenzter Qualität übertragen werden.


Inhaltsverzeichnis


1 Technische Details

2 Rundfunk auf Langwelle

3 Liste der Langwellensender

4 Siehe auch

5 Weblinks


Technische Details

Die Bezeichnungen lang und kurz beruhen auf der Umrechnung der Frequenz in die Wellenlänge. Die Einheit Hertz umschreibt Schwingungen pro Sekunde. Auf der Grundlage der jeweiligen Wellengeschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit, Schallgeschwindigkeit) ergibt sich daraus eine Wellenlänge. Im Spektrum der Radiowellen liegt die Langwelle etwa auf den Wellenlängen zwischen 1000 und 2000 Metern (zum Vergleich: Mittelwelle 100 m bis 1000 m; Kurzwelle 10 m bis 100 m; Ultrakurzwelle unter 10 m).


Als Sendeantennen kommen meist gegen Erde isolierte selbststrahlende Sendemasten mit Fußpunktspeisung oder geerdete selbststrahlende Sendemasten mit Obenspeisung zum Einsatz. Daneben werden gelegentlich auch an geerdeten Türmen oder Masten montierte Vertikalreusen, zwischen zwei meist gegen Erde isolierten Türmen oder Masten gespannte T-Antennen, Alexanderson-Antennen oder Schirmantennen als Sendeantennen verwendet. Für Funkfeuer werden meist unscheinbare (nur ca. 10 Meter hohe), gegen Erde isolierte, freistehende Rohrmasten verwendet. Ein neuartiger noch nicht ausreichend erprobter Antennentyp ist die Cross-Field-Antenna.


Rundfunk auf Langwelle

Der üblicherweise für Rundfunkübertragungen genutzte Bereich der Langwelle liegt zwischen 148,5 und 283,5 kHz. Seit einigen Jahren ist auch dem Amateurfunk ein kleiner Langwellenbereich zwischen 135,7 und 137,8 kHz zugewiesen.


Der Bereich zwischen 283,5 kHz und 526,5 kHz wird überwiegend von Funkfeuern ( NDBs ) genutzt. Auf 77,5 kHz wird das Zeitzeichen DCF77 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ausgestrahlt. Auf 100 kHz arbeitet das Funknavigationssystem LORAN-C.


Da Rundfunksender nur in Europa, den GUS-Staaten, der Mongolei, den Nahen Osten und Nordafrika - auch als Zone 1 bezeichnet - im Langwellenbereich betrieben werden, ist trotz großer Reichweite der Langwellen nur aus manchen Teilen der Erde der Empfang von Langwellenrundfunksendern möglich.


Die Langwellenfrequenzen für Rundfunk sind in einem 9-kHz-Raster vergeben. Wegen der großen Reichweite und der geringen Anzahl der zur Verfügung stehenden Übertragungskanäle für Rundfunk im Langwellenbereich (15 Kanäle) wird jede Frequenz von mehreren Sendern belegt. Wegen der großen Reichweite der bei Nacht auftretenden Raumwelle müssen nach im Genfer Wellenplan festgelegten Regeln, viele leistungsstarke Stationen ihre Sendeleistung drosseln und/oder mit einer Richtstrahlantenne arbeiten, um gegenseitige Störungen zu verringern. Manche Stationen müssen während der Nachtstunden ihren Betrieb einstellen. Trotzdem ist es möglich, dass auf einer Frequenz während der Nachtstunden mehrere Sender zu hören sind - wie im Mittelwellenbereich. Mit einer richtungsempfindlichen Empfangsantenne, wie einer Ferrit- oder Rahmenantenne, kann man durch Drehen der Antenne - oder im Fall ihres Festeinbaus im Gerät - Abhilfe schaffen, sofern beide Sender nicht auf einer Linie liegen.


In Mitteleuropa können einige leistungsstarke Sender empfangen werden, wie zum Beispiel der Deutschlandfunk auf 153 kHz (Donebach) und 207 kHz (Aholming), DeutschlandRadio Berlin auf 177 kHz und die private Rundfunkgesellschaft Europe 1 vom Senderstandort Felsberg-Berus. Der französische Rundfunk ist sehr leicht auf der Frequenz 162 kHz, und die BBC auf 198 kHz zu empfangen.


Im Langwellenbereich arbeiten auch die Trägerfrequenzanlagen der Energieversorgungsunternehmen zur trägerfrequenten Übermittlung von Messdaten über Hochspannungsleitungen. Diese Anlagen können den Empfang von Rundfunksendern im Langwellenbereich in der Nähe von Stromleitungen unter Umständen beachtlich stören. Früher wurden über Strom- und Telefonleitungen auch mit Hilfe von Trägerfrequenzanlagen in manchen Gebieten Rundfunkprogramme übertragen. In Deutschland hieß dieses System Drahtfunk in der Schweiz war dies der Telefonrundspruch.


Liste der Langwellensender

Liste der in Europa leicht empfangbaren Rundfunksender im Langwellenbereich.


Tabelle


Siehe auch

Tabelle


Weblinks



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