Der Landkreis Hildesheim wird durch eine Vielzahl landschaftlicher reizvoller Erscheinungsformen geprägt, vor allem bedingt durch den Übergang vom Mittelgebirge in die Norddeutsche Tiefebene. Daher kann der Landkreis grob in vier Naturräume unterschieden werden: die nördliche, dichtbesiedelte Hildesheimer Börde und Calenberger Börde, sowie das südlich gelegende, waldreiche untere Innerstebergland und Leinebergland. Eher im südlichen Kreisgebiet sind die Gebirgszüge wie der Osterwald, Thüster Berg, Ith, Hils, die Sieben Berge (Schneewittchen), der Hildesheimer Wald, der Duinger Wald, Hainberg, Sackwald und Selter zu finden. Das Gebiet im südöstlichen Kreisgebiet bei Bockenem im Einzugsgebiet der Nette wird Ambergau genannt.
Durch den Landkreis Hildesheim fließt die Innerste. Vom südöstlichen Rand des Landkreis Hildesheim zieht sie sich von Grasdorf, über Hildesheim bis zum nordwestlichen Rand des Kreises nach Ruthe, wo sie in die Leine mündet.
Im westlichen Landkreis fließt die Leine durch die Städte Alfeld und Gronau.
Der Landkreis Hildesheim hat eine Nord-Südausdehnung von 45 km (Ummeln bis Wetteborn), eine von West nach Ost von 49 km (Cappellenhagen bis Söhlde). Die im Kreis als Oberzentrum zentral gelegene Stadt Hildesheim liegt bei etwa 83 m NN. Der höchste Punkt im Landkreis Hildesheim ist die Bloße Zelle mit 480,4 m im Hils bei Cappellenhagen, der tiefste Punkt mit 59 m in der Niederung bei Ruthe. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 8,5 °C.
Der Landkreis Hildesheim ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Durch das Kreisgebiet verläuft die AutobahnA 7, u.a. die BundesstraßenB1, B3, B6, B243 und B494, ein Zweigkanal zwischen Mittellandkanal und Hildesheimer Hafen und die ICE-HaupteisenbahnlinieKassel-Berlin. Weitere diverse Nord-Süd und Ost-West Eisenbahnlinien durchziehen das Kreisgebiet.
In der Stadt Hildesheim laufen die meisten der Verkehrsadern zusammen. Sie ist daher ein wichtiger auch überregionaler Hauptverkehrsknotenpunkt.
Wirtschaft
Neben einem vielfältigen Mittelstand haben auch bedeutende Industrieunternehmen mit Weltruf im Landkreis Hildesheim ihren Sitz. Kernkompetenzen des Wirtschaftsstandorts konzentrieren sich auf die Bereiche Automotive supplier, Logistik/Distribution/Verkehr, Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik, Papiererzeugung/-verarbeitung sowie aufgrund des fruchtbarsten Deutschen Bodens der Hildesheimer Börde die Landwirtschaft. Die größten Wirtschaftsstandorte sind die Städte Hildesheim, Alfeld, Sarstedt, Bad Salzdetfurth, Bockenem, Elze, Gronau und die Gemeinde Harsum.
Bedeutende Unternehmen sind u.a. Blaupunkt (Hildesheim), Bosch (Hildesheim), GEA-Ecoflex (Sarstedt), Landré (Gronau), Meteor Gummiwerke (Bockenem), Sappi (Alfeld), etc.
Die Kaufkraftkennziffer je Einwohner in der Region Hildesheim liegt bei 104,2 (BRD =100, Stand 2004). Es gibt 6.681 Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2002), davon gehören 22,3% zum produzierenden Gewerbe, 82,6% zum Dienstleistungssektor, 4,1% zur Land-/Forst-/Fischereiwirtschaft.
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