Der Landkreis Esslingen wird vom Neckar, der vom Südwesten kommend in das Kreisgebiet eintritt, in zwei Teile geteilt. Der westliche Teil umfasst überwiegend die Hochebene der "Filder" (Filderebene), der östliche Teil hat Anteil an den Ausläufern der Schwäbischen Alb und am Schurwald (Teil des Schwäbisch-Fränkischen Berglandes). Im Kreisgebiet mündet die Fils in der Nähe von Plochingen in den Neckar, der bei Esslingen-Mettingen das Kreisgebiet in Richtung Stuttgart wieder verlässt.
Wirtschaft
Verkehr
Durch das Kreisgebiet führt in west-östlicher Richtung die Bundesautobahn A 8Stuttgart - Ulm. Ferner wird er durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die wichtigsten sind die B 10 Stuttgart - Ulm, die B 312 Stuttgart - Reutlingen und die B 313 Plochingen - Reutlingen. Der Landkreis ist an das S-Bahn-Linien-Netz Stuttgart angeschlossen. Die Linie S 1 führt von Stuttgart über Esslingen nach Plochingen. Eine Verlängerung in Richtung Kirchheim unter Teck bzw. Reutlingen ist geplant. Ferner führen die Linien S 2 und S 3 von Stuttgart über Böblingen in das westliche Kreisgebiet nach Leinfelden-Echterdingen (wo sich der Stuttgarter Flughafen befindet) bzw. Filderstadt. Von Ostfildern führt ferner eine Stadtbahnlinie (U 7) nach Stuttgart-Mitte.
Geschichte
Der Landkreis Esslingen geht zurück auf das alte gleichnamige württembergische Oberamt, das nach Übergang der ehemals freien Reichsstadt Esslingen am Neckar an Württemberg1803 errichtet wurde. Im Laufe der Geschichte wurden es mehrmals verändert und 1938 in den Landkreis Esslingen überführt. Damals erhielt der Kreis einige Gemeinden des aufgelösten Amtsoberamts Stuttgart sowie des Oberamts Schorndorf und einige Orte der Oberämter Kirchheim unter Teck und Göppingen. Bei der Kreisreform zum 1. Januar1973 wurde der Landkreis Esslingen um den Landkreis Nürtingen (ohne Grafenberg) vergrößert. 1975 kamen noch die beiden Orte Leinfelden und Musberg vom Landkreis Böblingen zum Kreis. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung.
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Esslingen noch 44 Gemeinden, darunter 13 Städte und hiervon wiederum 6 "Große Kreisstädte" (Esslingen am Neckar, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen und Ostfildern). Größte Stadt des Kreises ist Esslingen am Neckar, kleinste Gemeinde ist Altdorf bei Nürtingen.
Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.
Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Bei den Kreistagswahlen 2004 wurden folgende Personen gewählt (Liste ist nicht vollständig):
CDU: Ignac Vamos, Achim Weinmann, Friedrich Roth, Udo Goldmann, Eberhard Sohn, Ursula Merkle, Gerd Moßler, Jörn Lingnau, Sieghard Fritz, Andreas Knutzen, Reinhold Rauscher, Rolf Siebert, Wolfgang Vogt, Peter Nester, Helmut Riegger, Siegfried Pöschl, Karl Zimmermann, Karl Bauer, Gerhard Schneider, Rainer Bauer, Robert Bolsinger, Dirk Ommeln, Gerlinder Ziegler, Hans Blessing, Rose Gehrung, Erwin Hees, Jörg Döpper und Martin Fritz
Freie Wähler: Rainer Häußler, Fritz Stäbler, Dieter Lenz, Joachim Gädeke, Wilfried Wallbrecht, Jürgen Merz, Wilhelm Berner, Hans Weil, Johanna Fallscheer, Alfred Bachofer, Andreas Brodbeck, Ingo Hacker, Bernd Spät, Stephan Grüninger, Jens Timm, Klaus Weinmann, Hermann Bauer, Siegfried Roser, Bärbel Weinacht, Eugen Beck, Klaus Binder, Ulrich Hempel, Bernhard Richter, Martin König, Bernhard Kuhn, Frank Buß
SPD: Ulrich Bartels, Walter Bauer, Vera Bümlein-Lees, Wolfgang Drexler, Otto Blumenstock, Solveig Hummel, Bertram Schiebel, Susanne Matt,Sonja Spohn, Ottmar Heirich, Helmut Nauendorf, Marianne Gmelin, Walter Aeugle, Klaus Herzog, Peter Werner, Gerhard Remppis, Wolf Seitz, Werner Schmidt, Michael Neumann
Grüne: Hilde Metzger, Matthias Gastel, Jürgen Menzel, Wolfgang Latendorf, Marianne Erdrich-Sommer, Andreas Schwarz, Regina Schanz, Gerhard Bäßler
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