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Landkreis Berchtesgadener Land

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Der Landkreis Berchtesgadener Land ist ein Landkreis im Südosten Bayerns im Regierungsbezirk Oberbayern. Der Landkreis ist im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg umgeben. Lediglich im Nordwesten und Norden hat er eine Grenze zum Landkreis Traunstein.


Tabelle


Inhaltsverzeichnis


1 Geographie

2 Wirtschaft

3 Verkehr

4 Geschichte

5 Tourismus und Sehenswürdigkeiten

6 Wappen

7 Städte und Gemeinden

8 Weblinks


Geographie

Während der nördliche Teil mehr oder weniger flach ist, mit einigen kleinen Seen wie dem Abtsdorfer See, der Salzach als Grenze zu Österreich, ist der südliche Landkreis (ab Bad Reichenhall bzw. dem Halthurmer Berg) in den bayrischen Alpen gelegen.


Der südliche Landkreis bietet mit dem Hintersee und vor allem dem Königssee zwei Seen die gerne von Landschaftsmalern als Motive verwendet werden und auch touristische Ziele sind.


Wirtschaft

Landwirtschaft und Tourismus spielen neben der mittelständischen Wirtschaft eine tragende Rolle.


In Bad Reichenhall wird darüber hinaus Salzbergbau betrieben. Die Berchtesgadener War', typische Berchtesgadener Handwerkskunst wie Holzschnitzereien und Spanschachteln, die in vergangenen Jahrhunderten in ganz Europa bekannt war, spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle.


Verkehr

Durch das Berchtesgadener Land führt die Autobahn A8 von München kommend nach Salzburg.


Auch nennenswert ist die Alpenstraße die im südlichen Landkreis beginnt.


Die Bundesstraße 21 ist die kürzeste Verbindung zwischen den österreichischen Bundesländern Salzburg und Tirol. Die Route stellt deshalb eine bedeutende Transitstrecke für das Nachbarland Österreich dar ("kleines deutsches Eck").


In Berchtesgaden ist am Bahnhof ein großer Kreisverkehr geplant, der einmal die beiden Zuflüsse der Berchtesgadener Ache und den Fluss selbst umspannen soll.


Geschichte

Der Landkreis Berchtesgadener Land lässt sich in drei Gebiete unterscheiden: Das voralpine Gebiet um Freilassing und Laufen, das mittelgebirgige um Bad Reichenhall und das hochalpine um Berchtesgaden. Sie haben auch eine unterschiedliche Geschichte erlebt:


Berchtesgaden geht auf erste Rodungsaktivitäten der Augustiner im 11. Jahrhundert zurück. 1122 wurde die Stiftskirche in Berchtesgaden eingeweiht. Im Laufe der Jahrhunderte konnte sich das Gemeindewesen entwickeln und gelangte auf Grund der reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung zu erheblichem Wohlstand. Dies äußerte sich u.a. darin, dass Berchtesgaden zur Fürstprobstei ernannt wurde und völlige Reichsunmittelbarkeit erhielt. Nach Jahrhunderten wechselvoller Geschichte, die besonders durch kriegerische Auseinandersetzungen wegen des Salzes gekennzeichnet waren, wurde schließlich im Rahmen der allgemeinen Säkularisation im Jahre 1803 die Fürstpropstei Berchtesgaden aufgehoben. 1810 kam das Gebiet zum Königreich Bayern.


Bad Reichenhall dagegen ist seit jeher bayerisches Territorium. Aus keltischen und römischen Anfängen erreichte auch dieses Gebiet dank der Solevorkommen und der Salzverarbeitung Reichtum und Ansehen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es hier auch ein Soleheilbad.


Der nördliche Teil des Landkreises gehört zum sog. Rupertiwinkel, dessen Name auf den ersten Bischof von Salzburg, Rupertus (690-710), zurückgeht. Dieses Gebiet unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg. 1816 wurde das Salzburger Land durch die Saalach-Salzach-Linie getrennt; der westliche Teil kam zu Bayern, der östliche Teil zu Österreich.


Während des Nationalsozialismus war der Obersalzberg bei Berchtesgaden inoffizieller zweiter Regierungssitz des Deutschen Reichs.


Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war das Berchtesgadener Land der letzte Fluchtpunkt für viele Teile der Wehrmacht. Aber auch Sudetendeutsche und Deutsche aus Südosteuropa flohen vor der Roten Armee hierher. Geblieben sind viele Deutsche aus den Ostgebieten, die dem Berchtesgadener Land zu einem enormen Aufschwung verhalfen. Viele der heutigen wichtigen Betriebe im Landkreis haben osteuropäische Namen.


Bei der Kreisreform 1972 wurden die Landkreise Berchtesgaden und Laufen sowie die ehemals kreisfreie Stadt Bad Reichenhall zum Landkreis Berchtesgadener Land zusammen gelegt. Das Landratsamt zog damals nach Bad Reichenhall um.


Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Der Landkreis lebt zu einem guten Teil vom Tourismus, vor allem der südliche Teil mit Berchtesgaden, Ramsau und Schönau.




Wappen

Für das Gebiet des früheren Landkreises Berchtesgaden, frühere Fürstpropstei Berchtesgaden, stehen die gekreuzten Schlüssel als Attribute von deren Patron St. Petrus; der Anteil des früheren Landkreises Laufen stand lange Zeit unter der Herrschaft der Fürsterzbischöfe von Salzburg, worauf der sog. Salzburger Löwe hinweist; die frühere kreisfreie Stadt Bad Reichenhall schließlich wird als Teil der wittelsbachischen Kernlande durch die bayerischen Rauten symbolisiert.


Städte und Gemeinden

Tabelle


(Fläche in km² am 31.12.01, Einwohnerzahlen Stand: 31.12.2000)


Weblinks



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